Tsunami +1: Ohnmächtge Trauer ohne Ende


Print Friendly, PDF & Email

Lechner
Franz Lechner in die Ruinen des Hotels seines verstorbenen Sohnes

Franz Lechner führt durch den Ort, an dem sein Sohn Gunther, dessen Frau Dam, die vierjährige Tochter Natalie und der sechsmonatige Patrick am Vormittag des 26. Dezember 2004 ertranken. Das von dem Steirer aufgebaute Restaurant “Green Village Steirereck” am Strand von Thailands Urlauberhit Khao Lak wird gerade abgerissen. Bagger haben die Wände umgestossen, Arbeiter sortieren Stahldrähte, Holz und Dachziegel aus. Die letzten Momente seines Sohnes und dessen Familie hat der 68-Jährige Ex-Fernfahrer in Gesprächen mit Augenzeugen genau rekonstruiert. Gerade vom Einkaufen zurück war Gunther gewesen, dann hatten sie alle nahe des Strandes auf den Silverstreifen draußen in der Bucht gestarrt. Als erste habe Gunthers Schwiegermutter, die den Säugling hielt, geschrien: “Rennt! Rennt!”. “In die Wohnung sind sie dann geflüchtet”, zeigt Lechner so selbstverständlich auf die Stelle, als stünde des Haus noch.

Als sich die braune Monsterwelle landeinwärts pflügt, wird das Zimmer zur Falle. “In den Bungalows daneben hatten sich Urlauber retten können, als sie das dünne Dach durchschlagen haben”, sagt Lechner. “Doch über Gunther war diese Stahlbetondecke”, zeigt er auf die gut 15 Zentimeter dicken Deckenteile am Boden. Keine Chance hätten sie gehabt, sagt er leise. Er pausiert, wieder gibt es Tränen. Jetzt schreitet er in der Trümmerhalde den Grundriss des Essraumes ab, der Beton ist teils bereits von Kriechpflanzen überwachsen. Er zeigt den Eingang, die Küche, schwärmt vom guten Essen, “alles vom Gordon Bleu bis zur Thaisuppe”, er deutet auf die Fliesen mit dem hübschen Fischmuster, die das Klo verschönerten.

Und immer wieder erläutert der sichtlich gebrochene Mann, wie solide alles gebaut war und wie gerne Urlauber hier speisten und wohnten. Stolz ist er auf seinen Gunther, keine Frage. Große Pläne hatte der für diesen Sommer, mehr Bungalows, das Geld für den Swimming Pools hätten ihm die Eltern sogar vorgestreckt. Mutter Ingeborg, 58, ist nicht mitgekommen zur Tour, sie leidet seit dem Unglück an Schlafstörungen, ganze Nächte gehe sie umher, oft ist sie dann auch richtig wütend: “Irgendjemand hätte sie doch warnen müssen!” Immer wieder die gleichen, quälenden Gedanken, dann endlose Leere. “Niemals werden wir damit fertig werden”, sagt sie: “Niemals”.

Die Lechners teilen ihr Schicksal mit Hunderttausenden rund um den Globus, wenn mit Trauerfeiern an den Tsunami-Horror am Stefanitag vor einem Jahr gedacht wird: Das mit einer Richter-Stärke von 9,3 verheerende Jahrhundertseebeben vor Sumatra ließ Killerwellen durch den Indischen Ozean rasen, die sich an den Küsten von Indonesien, Thailand, Sri Lanka, Indien, den Malediven, Malaysia, Burma und sogar noch im afrikanischen Somalia bis zu fünfzehn Meter hohen, mörderischen Wasserwänden auftürmten und fast 300.000 Menschen in den Tod rissen. Beim Lokalaugenschein im Thailändischen Khao Lak, Phuket und Kho Phi Phi – dem mit über 80 Opfern “Ground Zero” der Tsunami-Katastrophe für Österreich – zeigen Überlebende, wo sie die Welle erfasste, beschreiben Opferangehörige ihre Trauer und Hoteliers vom möglichen Comeback des Tropenparadieses, dem beliebtesten Fluchtpunkt der Europäer vor ihrem langen Winter.

Immer fix geplant hatten die Lechners, in der Pension mehr Zeit in Khao Lak als im steirischen Ebersdorf zu verbringen. “Aber nie dachten wir, dass es unter solchen Umständen sein wird”, sagt Ingeborg. Jetzt regeln sie den Nachlass ihres Sohnes, ein 3.200 Quadratmeter großes Grundstück, dessen Wert heute auf 8 Millionen Baht (195.000 Euro) geschätzt wird: Es gibt Anwaltstermine, Verhandlungen mit der Bank und Gunthers Ex-Geschäftspartnern. Dazwischen Daumendrehen, wie Vater Lechner vorzeigt, oft im tristen Dauerregen des heuer endlosen Monsuns in Südthailand. Vor ihrem Abflug war alle paar Wochen ein Kriminalbeamter an der Haustüre aufgetaucht: Mitte August kam die Nachricht, dass Gunthers Gattin Dam indentifiziert war, zwei Wochen später Säugling Patrick, Anfang Oktober Tochter Natalie – und dann endlich, Ende Oktober, auch Gunther. Fünf verschiedene Kriterien, wären angewendet worden, erzählt die Mutter: Den Vergleich mit ihren DNA-Proben (Speichel), Zahnabdrücke, Schmuck, ein eingestecktes Sparbuch, eine Narbe.

Sie zeigen Fotoalben her: Ein Familienportrait, Baby Patrick bei der Taufe, die kleine Natalie in der Küche, die laut Ingeborg “schon so süß steirisch redete”, Gunther, mit seinem gewinnendem Lächeln und unbändigem Optimismus. Das Baby haben die Großeltern nie gesehen. Eingeäschert war die Familie in Wat Pratong worden, einem Krematorium in Phuket, die Urne steht jetzt in ihrem gemieteten Bungalow. Gerne würden sie Gunthers Lebenswerk weiterführen, doch die Bank verlangt fast 1.100 Euro an Zinszahlungen für den noch laufend Kredit: “Vielleicht bleibt uns doch nur der Verkauf”, sagt Franz Lechner fast schon resignierend.

Inmitten all der persönlichen Schicksale kämpft die Touristenregion um ein Comeback – die Bilanz ist gemischt:
# Auf der Massentourismus-Insel Phuket sind die Tsunami-Effekte kaum noch zu spüren: Über 70 Prozent der Urlauber sind zurück, die Partyzonen des “Patong Beach” gefüllt, fast alle niedergewalzten Gebäude wieder aufgebaut. Ein Aussichtsturm wurde errichtet, wo Lifeguards den Horizont nach Flutwellen absuchen. Ein Witz angesichts des angekündigten High-Tech-Tsunami-Warnsystems mit elektronischen Messbojen, doch scheint die Angst vor neuen Todeswellen sonnenhungrige Europäer nicht mehr abzuschrecken.
# Auf der Trauminsel Kho Phi Phi, türkis-glitzernder Schauplatz des Tramperkultfilms “The Beach” mit Leonardo DiCaprio wie ein weiter Schauplatz des Tsunami-Horrors, sind große Teile des Ortes wieder aufgebaut und mehr als die Hälfte der Urlauber zurückgekehrt. Doch für Geschäftsbesitzer Nattawut Kaenthong erinnere ihn das alles an eine Rückkehr zu früheren “Slums” billiger Wellblechhütten zum schnellen Kohlemachen. Dazu fließen Abwässer nach der Zerstörung der Kläranlage wieder in die weltberühmten Buchten.
# Khao Lak, die vor der Tsunami mit 6.000 Betten neue Boomzone von Thailands Tourismusindustrie, ist großteils immer noch ein makabere Mondlandschaft. 80 Prozent der offiziell 5.395 Todesopfer in Thailand starben hier. Bagger schieben riesige Erdmassen hinter den Stränden umher, die verstreuten Urlauber in den wenigen, wieder aufgebauten Bungalowanlagen plagen Staub und Dieselgestank. Die Auslastung liege bei bloß 20 Prozent, schätzt der lokale Tourismusverband. “Es sind meist Katastrophentouristen, sie sich das ansehen wollen, oder treue Stammgäste, die uns unterstützen wollen”, sagt Sun Khernar, Manager des “Similana Resort”.

BauernebelHotel
Der Autor im Hotel des Todes, Khao Lak

In der knapp vor der Tsunami eröffnete Traumanlage “Sofitel Magic Lagoon”, die später mit 230 Opfern als “Hotel des Todes” traurige Berühmtheit erlangte, ist die Zeit stehen geblieben. Im Riesenlabyrinth der Swimmingpoollandschaft steht das Regenwasser, die ornamentverzierten Brücken sind mit Dschungelgewächsen überzogen. “Vorsicht vor Schlangen”, steht auf einen Schild. Der Strand ist nur das Rauschen der sanft brechenden Wellen zu hören: Keine Seele, kilometerweit. Es wirkt wie die Tropenversion der nach dem Tschernobyl-Super-GAU verlassenen ukrainischen Arbeiterstadt Pripjat.

Koschier
Angelika Koschier: „Tauchte bewusst unter“

Khao Lak ist auch der Ort, wie die unglaublichsten Überlebensgeschichten zu finden sind. “Der Körper hat versagt, die Beine gaben nach und ich fiel zu Boden”, beschreibt etwa die Tauchlehrerin Angelika Koschier, 33, aus Graz den Moment, als sich wenige Meter hinter ihr die vier Meter hohe, braun-brodelnde Wasserwand auftürmt. Überrascht hatte sie die Tsunami, als sie gerade mit ihren Tauchschülern im Privathaus des “Similan Divers”-Besitzers Joe theoretischen Unterricht hielt. Die Welle überrollt sie, reißt sie mit, noch heute ist sie erstaunt, wie viele bewusste, lebensrettende Entscheidungen sie in den folgenden zwei Minuten treffen sollte: “Ich wusste als Taucherin, wo oben und unten ist, stieß mit ruckartigen Armbewegungen auf, holte Luft, und tauchte bewusste wieder unter, da die gefährlichsten Trümmerteile, die so viele zerfetzten, an der Oberfläche trieben”, berichtet sie, während sie durch das Gestrüpp den exakten Weg des damaligen Landeinwärtsrasen abschreitet. Koschier könnte ein Lehrbuch über das Überleben in Tsunamis schreiben. Sogar einen neben ihr treibenden Mopedhelm hat sie sich aufgesetzt.

Hinzu kommt aber auch Glück: Als sich im dichten Wald das Treibholz staut, rutscht sie im letzten Moment gerade noch durch. “Dort steckten nachher die Leichen”, sagt sie: “Mit ihren Beinen eingeklemmt, sind sie hilflos ertrunken”. Die Welle gibt Koschier frei, neben ihr geht ein Mann, dem der halbe Oberschenkelknochen freigelegt wurde – und der das noch nicht mal bemerkt hat. “Ich bin o.k.”, sagt er, während Koschier in die Riesenwunde starrt. Er schaut schließlich selbst und brüllt: “Ich verliere mein Bein!” Ihr Freund Richard Luijten, 33, der auf der Hauptstraße der Welle unbeschadet einkam, läuft an ihr vorbei in Richtung Strand: Sie steht so unter Schock, dass sie ihn nicht sieht, er erkennt Angelika nicht, da sie völlig schlammverschmiert ist.

Wenige Meter entfernt kämpft der Wiener Urlauber Klaus Winkler, 68, in der Monsterwelle ebenfalls ums Überleben: Er war am Strand gesessen, als er sein Buch fertig las, und sich entschloss, Besorgungen im Dorf zu machen. “Mein Leben verdanke ich wohl dem Autor John Grisham”, sagt der Management-Trainer: “Hätte der zehn Seiten mehr geschrieben, wäre ich noch am Strand gewesen”. Wie sein Freund Josef, der nicht überlebte. So startet Winkler gerade sein Moped, als er Schreie hört, sich umdreht, und in die Wasserwand starrt. Er deutet steil nach oben, dort wo damals die Schaumkrone war, fünf Meter hoch, und er, bloß zehn Meter davon entfernt.

Winkler
Klaus Winkler: „Ich bin tot…“

Sein einziger Gedanke: “Ich bin tot”. Bis zu diesem Zeitpunkt jedoch, dachte sich Winkler, “kann ich die Zeit ja mal mit Weglaufen verbringen”. Er schafft es noch hinter ein Haus. Hier hat er das größte Glück: Unter den Stelzen schießt das erste Wasser zuerst durch, reißt in ihn fort, während Sekundenbruchteile später die Welle das Haus zermalmt. “Die Trümmer hätten mich sicher erschlagen”, sagt er. 300 Meter weit wird er in den Wald gespült, hält sich an einem Baum fest, sodass ihn die Welle nicht wieder zurück ins Meer zieht. Dann steht er da, ein paar Kratzer, splitternackt, am linken Fuss noch eine Sandale. Und die Armbanduhr am Handgelenk.

Wie haben die Tsunami-Survivor ihr Trauma heute aufgearbeitet? Koschier arbeitete ganz systematisch daran, redete drei Tage mit ihrem Freund nonstopp, tippte jedes Detail in einen Computer, ein sechs Seiten langes Protokoll. Immer noch jeden zweiten Tag gehe sie die wichtigsten Stationen des Höllenritts im Kopf durch: “Dann kann ich besser schlafen”. Sonst checkt sie seither überall Fluchtwege: In Wien am Bahnhof, im Hotel in Ägypten, wo sie den Sommer über arbeitete, “an für Flutwellen unsinnigsten Orten”. In den Träumen tauchen Fragmente des Horrors immer wieder auf, eingebaut in völlig unzusammenhängende Geschichten: “Da sucht mich einmal ein Hubschrauber”, erzählt sie: “Oder ein Mörder muss in der Nähe sein, da überall Tote liegen”. Koschier hatte in den Stunden danach wahrlich grauenhaftes gesehen: Zerfetzte Leichen, keine Köpfe, abgetrennte Gliedmaßen, viele hingen in den Bäumen. Andere sahen noch so frisch aus, dass sie mit den Toten redete: “Brauchen sie Hilfe?” In ein Feld aus gut hundert Leichen rief sie: “Ist noch jemand am Leben?” Es blieb so still wie im Film Titanic, als Helfer durch das treibende Leichenfeld rudern.

Klaus Winkler nimmt Dinge in seinem, wie er sagt, “geschenkten Lebensabschnitt”, um einiges gelassener. Und auch wenn ihn Hunde beim Joggen anbellen oder nachrennen, hat er heute keine Angst mehr, sagt er lachend: “Ich überlebe doch nicht die Tsunami und lasse mich dann von einem Hund beißen…” Nach Thailand zurückzukehren, musste er sich nicht lange überlegen: “Das bin ich den Thailändern allein aus Dankbarkeit für die enorme Hilfsbereitschaft schuldig”.

Hinterbliebene von Tsunami-Opfern in Thailand kämpfen inzwischen um ihre Existenz: Supha “Oi” Thamniam, 35, führt stolz durch die wieder eröffnete Tauchschule “Moskito”, ein paar Meter abseits der wichtigsten Geschäftsgasse Kho Phi Phis. Hier starben ihr Gatte Heinz Oswald, ein Wiener, der in Thailands Tourismusgründerwelle die renommierte Tauchschule aufgebaut hatte; deren gemeinsame, zehnjährige Tochter Anna, sowie Oswalds Tochter aus erster Ehe, die zwölfjährige Tina. Oi und der fünfjährige Dino wurden im letzter Sekunde aus der reißenden Brühe gefischt und auf ein Dach gezogen.

Die Wände des Geschäfts sind wieder weiß lackiert, Tauchanzüge, Brillen, Schnorchel, Mundstücke und Luftschläuche hängen sauber sortiert an Wandhaken. Der drei mal drei Meter große und vier Meter tiefe Übungspool ist noch leer, nachdem die Filter eingebaut sind, soll er erstmals wieder gefüllt werden, sagt Oi. “Drei Leichen haben sie hier gefunden”, deutet die Thailänderin hinunter: Die wilden Wasserstrudel während des Infernos hatten die Opfer bis zum Boden gesaugt. Ein wenig Tritt habe sie wieder gefasst, sagt sie, die Wiedereröffnung von “Heinzes Lebenswerk” hätte von der ohnmächtigen Wut und Trauer abgelenkt, ihrer Existenz als eine von nur zwei Überlebenden der einst so innigen Familie neuen Sinn gegeben.

Doch dann rinnen die Tränen wieder über ihr Gesicht. “Es kommt so plötzlich”, sagt sie, wenn sie das Haus durchstöbert und Erinnerungsstücke findet, wenn sie Dino in die Schule bringt und die Freundinnen von Anna und Tina sie immer noch traurig und fragend ansehen. Und: “Oft schießen mir wieder diese Bilder in den Kopf, und ich höre die Schreie, als ich Heinz, Anna und Tina zum letzten Mal sah, als wir mit Tausenden anderen um unser Leben rannten”. Und noch quälender sind die Gedanken, dass sie so leicht alle überleben hätten können: “Als die Welle kam, holte ich Anna aus dem ersten Stock des Hauses zur Flucht in die Berge”, schüttelt sie den Kopf: “Besser wären wir alle oben im Haus geblieben – die Räume überstanden die Flut unversehrt”. Aber wer hätte das wissen können, inmitten der Panik, den flüchtenden Menschen und den wilden Rufen: “Rettet euch in den Berge!”

So fanden sie Heinz gut zehn Meter von seinem Haus entfernt wenige Tage später unter meterhohen Schlammmassen, die beiden Kinder nahebei. Oi und seine Schwester Claudia Neumeister hatten ihn identifiziert, zu erkennen war Oswald, der 1987 die 100.000 Schilling Monatsgehalt bei “Steyr Daimler Puch” hinschmiss und ins Tropenparadies Thailand zog, bloß an seinen markanten Tätowierungen. Als Helfer in einem Totenhaus in Krabbi irrtümlich den Sack mit Annas Leichnam aufrissen, fühlte sich Neumeister in einen Horrorfilm versetzt: “Keine Augen, keine Nase, die Augen nur mehr zwei Löcher – und überall diese Maden”.

Jetzt ist Oi die Besitzerin der Tauchschule und bangt um eine rasche Erholung des für Phi Phi so lebenswichtigen Tauchgeschäfts: Doch die Häuser gegenüber sind noch Ruinen, kein idealer Ort, um Urlauber anzulocken. Den Kredit von gut 30.000 Euro hat eine Bank freigegeben, da vor allem die beiden Tauchboote, darunter die stolze “Excalibur”, die Katastrophe unbeschadet überstanden. Doch ewig würden die nicht warten, bis das Geschäft wieder floriert, erläutert Manager Toine Kokke.

Oi
Witwe Supha “Oi” Thamniam: „Es kommt so plötzlich“

Grundstücksspekulationen behinderten zusätzlich den Wiederaufbau, sagt der Holländer: “Niemand weiß, ob der gepachtete Grund nicht an die Regierung verkauft wird, und die alles wieder niederreißen lässt”. Die Wut der Einheimischen auf Thailands Staatsführung sei so groß, dass Kokke ihnen für Auftritte am Jahrestag Bodyguards empfiehlt: Die Einheimischen und die “Farangs”, wie Westerners im Thaijargon heißen, hätten die Toten ausgegraben und alles wieder aufgebaut, von der Regierung fehlte jede Spur. Und das Tsunami-Warnsystem? Strandverkäufer Sumai Yangtali gibt da lieber Tipps an Touristen: “Schaut nicht zuerst, was los ist – rennt lieber gleich um euer Leben!”

Previous "Rita-Tagebuch": Sie erlebte ich den Monster-Hurrikan
Next Der Tag als in New York die Bawag versenkt wurde