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Paris Hilton, 25, dreht eine Jogging-Szene und die Bedingungen sind ideal. Keine Wolke am Himmel, 22 Grad, und das mitten im Jänner, eine leichte Seebrise weht über den breiten Strand in Santa Monica. Sie trägt einen türkisfarbenen Body, enge Jogging-Hose, die langen, blonden Haare sind im Rossschweif zusammengebunden, dazu dezenter Lippenstift, pink, ihre Lieblingsfarbe. Die Kamera rollt samt Crew auf einem Wagen vor ihr her. 16 Paparazzi haben mit ihren 800-Millimeter-Riesenlinsen verschiedenste Positionen bezogen. Helfer versuchen mit schwarzen Regenschirmen, die sie vor Hilton halten, die Bilder zu vermasseln. Schreit der Regisseur “Wie are rolling!” ist das Dauerklicken der Kameras zu hören.

Herbert Bauernebel mit Paris Hilton

“The Hottie and the Nottie” heißt Hiltons neuer Streifen, eine romantische Komödie mit niedrigem Budget, bloß 3,5 Millionen Dollar insgesamt. Die Story hört sich nett an: Hilton als Hauptdarstellerin lässt sich mit ihrem Freund aus Jugendjahren erst ein, wenn der für ihre potthässliche Freundin ebenfalls einen Boyfriend findet. Doch das hässliche Entlein entpuppt sich letztendlich als Schwan, ein Happyend an allen Fronten ist gesichert.

Hilton wird in dem Streifen erstmals als Hauptrolle zu sehen sein – ein Versuch, auch als Schauspielerin ernst genommen zu werden. Ihr Hollywood-Debüt “House of Wax” , ein Horrormovie aus mehreren Gründen, hatte zunächst die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt. “Die Schauspielstunden haben Wunder gewirkt”, ist Co-Star Joel David Moore fast begeistert: “Sie hat wirklich was drauf, der Film wird ein Hit werden”.

Als sie mich in einem weißen Zelt zum Interview empfängt, wirkt sie locker und entspannt. “Hi, I am Paris”, sagt sie mit zartem Händedruck. Ihre Publizistin, klassisch mit Bluetooth-Headset am Ohr, Starbucks-Pappbecher in der Hand und Ug-Boots an den Füssen, passt auf, dass die Fragen nicht zu persönlich werden. Hilton redet leise, doch wirkt kaum überheblich oder arrogant.

“Sie nimmt ihre Arbeit ernst, keine Frage”, ist der Tenor unter der Crew. Entspannen kann sich sich ja locker bei den regelmäßigen Ausflügen zu den schicksten Discotanzböden des Planeten Erde.