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IPhone in Betrieb
Mein Blog auf dem iPhone: „Echtes Web“

Ich habe natürlich bis weit in die Nacht hinein das neue iPhone gestestet, besonders nachdem der Startschuss durch eine dreistündige Verzögerung zur Freischaltung durch “at&t” (samt dann schon recht grantbeladenen Telefonaten) erst um 23:15 Uhr erfolgte.

Es wartete jedoch eine mobile Offenbarung auf mich: Das iPhone fährt hoch, am 88 Millimeter weiten, hochauflösenden Schirm erscheint eine Weltkugel, in bestechender Brillanz. Die Synchronisation mit dem Desktop-Computer dauert bloß 30 Sekunden – danach kennt das iPhone alle Adressen, Telefonnummern, Email-Konten oder Bookmarks. Musik ist noch keine drin, Fotos auch keine, die können eigens via iTunes maßgeschneidert synchronisiert werden. Die Bedienung der insgesamt 16 Funktionen über den Touchscreen ist durch die – wie gewohnt bei Apple – funktionale und grafisch wunderschöne Software ein Traum: Die Menüs sind logisch verknüpft, alles in einem Guss wie beim überlegenen Betriebssystem OSX. Angezeigt werden auch die WLAN-”Hotspots” für schnellere Internet-Anbindung (die Wahl von at&t´s recht lahmen EDGE-Datennetzes hatte ja bereits vor dem Start für Kritik gesorgt). Sogar die Geräusche sind gleich wie bei OSX, wie etwa das coole Sausen beim Abschicken von Emails.

Apropos: Die Mail-Funktion ist ein echter Hit! Die Emails sind so übersichtlich organisiert wie am PC, Fotos hängen in aller Pracht als Attachments dran. Alles ist so gut zu lesen, wie auf einem Laptop. Beim Tippen taucht automatisch das Keyboard auf: Hier ist das Treffen der Buchstaben-Symbole etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem mit dem Daumen, wie es etwa Blackberry-User gewohnt sind.

Ein Druck auf die “Call”-Taste führt zur Kontaktliste, andere Nummern können per Keyboard angewählt werden. Die Kamera-Funktion überzeugt durch den großen Schirm als “Sucher”, doch hatten viele auf mehr als 2 Megapixel gehofft. Und dann ist das ganze Ding natürlich auch noch ein iPod mit Video-Funktionalität, weiße Ohrenstöpsel inklusive. Weitere Hits: Die berühmten Google-Landkarten, wo der gefundene Starbucks um die Ecke natürlich gleich per Bildschirmberührung angewählt werden kann (Apples Steve Jobs bestellte bei der iPhone-Präsentation im Jänner 5.000 “Latte” zur Zustellung in die Messehalle…). U-Tube Videos gibt es auch.

Zum Internet-Surfen verwendet das iPhone eine Spezialversion von Apples “Safari”-Browser: Es ist das echte Web, keine abgespeckten WAP-Versionen. Die Schriftgröße liegt an der Grenze des lesbaren, doch das Spreizen von zwei Fingern vergrößert den Ausschnitt.

Der Eindruck nach dem ersten Test: Der Hype war gerechtfertigt. Apple-Chef Steve Jobs hat tatsächlich das Handy neu erfunden!