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Stunden bis zum nächsten Super Tuesday mit Showdowns in Indiana und North Carolina: Die verbale Prügelorgie zwischen Barack Obama und Hillary Clinton heizte sich prompt wieder auf! Gestritten wurde etwa via hochkarätiger TV-Interviews in den Sonntags-Polittalk-Sendungen (Obama auf „Meet the Press„, Hillary auf ABC) um ihre über-thatcherischen Drohungen, den Iran zu pulverisieren, wenn er etwa Israel attackieren würde. Obama ätzte, Hillarys Wutausbruch gegenüber Teheran erinnere eher an Bushs „Cowboy“-Diplomatie. „Cowgirl“, eigentlich im Fall der immer eiserneren Lady. Weiteres hitziges Streitthema: Das von Hillary geforderte, von Experten jedoch als „kontraproduktiv“ abgelehnte Aussetzen der Spritsteuer über den Sommer, das Obama als billigen Populismus abtut.

Für Obama geht es am Dienstag vor allen um den Beweis, dass er das Wright-Fiasko überwunden hat. Und zwei Siege könnten ihm endlich jene K.O.-Schlag gegen Hillary bescheren, den er nun monatelang schon nicht landete. Hillary wiederum will klarstellen, dass sie sich durch eine Aufholjagd in letzter Minute bis zu den Conventions in Denver durchschlagen möchte. Sie hat bereits angekündigt, unabhängig von den Wahlresultaten weitermachen zu wollen. Obamas „Rebound“ in den Umfragen ist jedoch unübersehbar: Er führt laut jüngster CBS/NYT-Umfrage etwa gegen McCain mit 11 % Vorsprung, gegen Hillary sogar mit 50 zu 38 %, 12 % Vorsprung.