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Es ist eine verkehrte Welt im Demokraten-Duell. Hillary Clinton, die in der zur Kandidaten-Krönung essentiellen Delegiertenzählung praktisch hoffnungslos zurückliegt, agiert wie eine Siegerin. Sie strotzt vor Selbstbewusstsein, kämpft populistisch für billigen Sprit für die hochmotorisierten US-Wähler. Immer unter Strom, gut aufgelegt, nimmermüde. Und Barack Obama, der eigentlich mathematisch bereits der Sieger ist? Der Glanz des einst als “schwarzen JFK” umjubelten Hoffnungsträger einer ganzen Generation ist weitgehend verflogen. Er wirkt geschlaucht, demoralisiert. Stimmt: Das Feuer wegen der Hetze seines Ex-Pastor war schrill und brutal. Willkommen in der US-Wahlkampfpolitik! Obama muss rasch seine Strahlkraft zurückerobern. Sonst greift Hillarys Argument doch noch: Ich bin die bessere Kandidatin.