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“Snow Day” heißt das Theater offiziell. Öffentliche Schulen werden geschlossen. Wegen Schneefall. 8,3 inches (21 Zentimeter) waren es am Montag offiziell im Central Park, New Yorks 1,1 Millionen Schüler, inklusive Maxwell Zen Bauernebel, wurde freigegeben. Es war der erste Schneetag seit 28. Jänner 2004 – und sicher einer der umstritteneren. Die Entscheidung kam sogar erst in den frühen Morgenstunden, wodurch hunderttausende Eltern in letzter Minute Kinderbetreuung organisieren mussten. Und einige, die die Morgennews verpassten, wohl vergeblich im Schneesturm auf den Schulbus warteten.

Für Menschen, die in frostigeren Weltregionen aufwuchsen, ist es ein schwer nachvollziehbares Spektakel: Barack Obama, bekanntlich einst wohnhaft im klirrenden Chicago, mokierte sich kürzlich, als seine Kids Sasha und Malia in D.C. nach einer mickrigen Sechs-Zentimeter-Bezuckerung schneefrei hatten. Dabei ist New York keineswegs Washington – und schon gar nicht London, das beim jüngsten Schneesturm vor den Flocken komplett kapitulierte: Die Schneeräumung klappt hier effizient und generalstabsmäßig. Vielleicht liegt es an den hunderten TV-Crews, die bei ihrer “Storm Coverage” stündliche Liveeinstiege vor den Salzdepots liefern und jeden Schneepflug oft sogar per Helikopter verfolgen. Dazu gibt es die gewaltigen Schneeschmelzer, die der weißen Pracht mit Hitze zu Leibe rücken.

Warum trotzdem die Schulen geschlossen blieben, wird immer noch diskutiert. Und dass die 2.000 FBI-Beamten der Stadt ebenfalls freibekamen, sorgte für eine der peinlicheren Headlines in der New York Post. Für Max und Mia war es eher eine TV- und Videotag indoors: Nachdem gegen Ende des Winters eine Ermüdung der Eltern zu verzeichnen ist, die andauernd verloren gehenden Mützen und Fäustlinge nachzukaufen, fehlte es für einen Trip in die bittere Kälte am Equipment. Und wir behielten recht mit der Zurückhaltung beim Mützenkauf: Am Wochenende sind 17 º C angesagt.