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Dienstag, 7. Julie, der Tag der Trauerfeier ist gekommen: ”Road Closed” steht auf der reflektierende Tafel am Boulevard “Figueroa Street”. Das LAPD hat sieben Stadtblocks rund um die Sportarena gesperrt, wo 26.000 Menschen (Familie, Freunde, Stars und Fans) die Popikone bei der “größten Star-Trauerfeier der US-Geschichte” verabschiedeten. Gut hundert Fans ohne einem der begehrten Tickets warteten vor der Sperre.

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Fans vor dem Staples Center

Die Cops sind in Mannstärke angetreten, kurven auf Fahrrädern oder Polizei-Wagen durch die noch ausgestorben wirkenden Hochhäuser-Schluchten. Trauben an Uniformierten bilden sich an Kreuzungen. Ein Polizeihelikopter fliegt tollkühne Kurven an den Skycrapers vorbei. Doch der größte Stau bildete sich vor dem lokalen “Starbucks”, als sich eine Gruppe an Polizisten ihren morgendlichen Caffeineschub verschafft. “Good Mornig Sir”, sagt ein U.S. Marshall zu mir mit glänzenden Sheriff-Stern an der Brust. Die Metropole ertrug einen ihrer schwierigeren Tage mit Höflichkeit und Humor.

Mehr Chaos herrscht an der News-Front: Der Sarg wurde doch ins Staples Center gebracht, per Wagenkolonne traf er ein. Beschützt hatte den „größten Trauerzug in der Stadtgeschichte“ ein SWAT-Teams des LAPD. Wie in einem Hollywood-Thriller. Und dann stellt der lokale Fox-Kanal überhaupt alles auf den Kopf: Vielleicht wird Jacko heute überhaupt nicht beerdigt, sondern später, eventuell sogar auf “Neverland”.