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Stunden vor der für Mittwoch, 20 Uhr Ostküstenzeit, angesetzten Obama-Pressekonferenz eskalierte der Hype um ein mögliches Schlüsselereignis in der jungen Obama-Präsidentschaft: Beim Drängen auf eine Healthcare-Reform setzt Obama alles auf eine Karte, setzt skeptische Parteifreunde unter Druck, gewährt Serieninterviews mit den TV-Networks, wie zuletzt Katie Couric von CBS. Eloquent und argumentativ versuchte Obama in der Pressekonferenz bei der zuletzt aus dem Ufer gelaufenen Gesundheitsreformdebatte die Mehrheit der Amerikaner wieder auf seine Seite zu bringen. Er kritisierte die Republikaner, denen es nur darum gehe, ihn politisch zu schädigen. Doch die Risiken sind weiter groß: Den Blitzkrieg eines raschen Durchboxen des Paketes bis zum Beginn der Kongress-Sommerpause am 8. August scheint Obama bereits verloren zu haben. Jetzt drohen monatelange Grabenkämpfe, Zeit genug für die Versicherungslobby, die Amerikaner weiter zu verunsichern. Erfolg oder Misserfolg bei der Reform, so Berater Tom Daschle, dürfte Obamas erste Amtsperiode „definieren“. Die Republikaner schielen auf Obamas „Waterloo„, wie es Senator Jim DeMint bereits formulierte.