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Über fünf Jahre lang hatte David Goldman für diesen Moment gekämpft: Im US-Konsulat konnte er seinen Sohn Sean (9) wieder in die Arme drücken. Sein Schicksal hatte Amerika erschüttert: Goldmans Frau floh 2004 mit Sean nach Brasilien, heiratete dort, doch starb bei der Geburt eines neuen Kindes. Der Stiefvater weigerte sich, den Buben rauszurücken. Eine bizarre Rechtsodyssee folgte, wo Goldman dutzende Rückschläge durch brasilianische Gerichte – und den energischen Kampf des Stiefvaters, ein bekannter Anwalt mit guten Beziehungen, verkraften musste. Doch jetzt sprach Brasiliens Höchstrichter ein Machtwort: Der Junge muss mit seinem Vater vereinigt werden. Die brasilianische Familie übergab ihn – doch paradierte Sean in einer entsetzlichen Szene durch Reporterhorden vor der US-Botschaft. Sie wollten der Welt zeigen, wie sehr Sean seine Stiefvater „liebt“. Nach fünf Jahren Gehirnwäsche auch kein Wunder, so US-Psychologen. Goldman und sein Sohn fliegen in Kürze zurück in die USA.