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Es ist die vielleicht unglaublichste Story seit langem: Am Donnerstag, so die NYT, demonstrierten Wall-Street-Broker gegen die, wie sie sagen „unfaire Behandlung“ durch das White House, beschwerten sich über Anfeindungen und die „populistische Polemik“, wie sie sagten, gegen sie. Schwer zu verdauen: Es sind genau jene Leute, die 2008 die Weltwirtschaft in den Crash führten, sich mit Steuergeldern retten ließen und jetzt mit alten, riskanten Praktiken wieder Milliarden-Boni lukrierten. Doch Geld allein macht offenbar nicht glücklich: Sie wollen offensichtlich auch wieder als alter „Master of the Universe“ geliebt und respektiert werden. So trafen sie sich in einem Büro eines Investmenthauses gegenüber des NYSE, formierten sich – als „bestgekleidetste Demonstranten aller Zeiten“ (NYT) – zu einer Protestbewegung. Ihr Schlachtruf: „Genug!“ Genug mit den Anfeindungen auf der Straße, wo es so richtig „kalt“ sei, so ein Broker. Genug der Ansinnen der Obama-Regierung, ihren riskanten Wetten einen Riegel vorzuschieben. Der Organisator: „Wir wollen, dass unsere Stimme gehört wird!“