Die nächste verwässerte Reform: Dodds Finanz-Entwurf als zahnlos verdammt


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Bereits vor der offiziellen Präsentation mehrten sich kritische Stimmen, vor allem vom linken Demokratenrand, dass der Montag von „Dems“-Senator Chris Dodd präsentierte Entwurf für ein neues striktes Korsett für die US-Finanzmärkte viel zu zahnlos sei. Vor allem: Unter Dodds Plan erhielte die Notenbank noch mehr Macht zur Aufsicht der Wall Street. Dabei machten Kritiker die „Fed“ zuletzt mitverantwortlich am großen Crash 2008: Der Immo-Bubble wäre nicht entdeckt, zu lange billiges Geld ausgegeben und an einer Niedrigzinspolitik festgehalten worden, wetterten einige Experte gegen Bernanke & Co. Doch am heftigsten sind die Vorwürfe beim zentralsten Punkt der erhofften Reform: Wenig „bedeutsames“, so Simon Johnson, sei geplant, um „Too-Big-too-Fail“-Finanzinstitute zu zerschlagen. Diese Institute mussten 2008 mit Steuermilliarden gerettet werden um einen Kollaps des Finanzsystems abzuwehren. Inzwischen sind die gleichen Banken in ähnlich riskante Wetten involviert. Total verwässert sei das Reform-Paket, so die Huffington Post: Und trotzdem gibt es keine überparteiliche Zusammenarbeit mit dem Republikanern.

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