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Die wachsende Anti-Washington-Stimmung in Amerika führt zum ersten Politbeben: Der Vorwahlen-„Super Tuesday“ wurde zur Stunde der Außenseiter. Das Polit-Establishment und auch das White House, das die Kongressmehrheit der Demokraten bei den Midterm-Wahlen im November verteidigen will, zittert. Die größte Sensation lieferte Newcomer Joe Sestak, der Langzeit-Senator Arlen Specter in den Vorwahlen in Pennsylvania besiegte und Specters Politlaufbahn beendete. In Kentucky riss der Außenseiter Rand Paul wiederum einen tiefen Graben innerhalb der Republikaner-Party auf: Der Abgeordneten-Sohn war massiv von der gegen alles Washington hetzenden „Tea Party“-Bewegung unterstützt worden. Provokant rief er: „Wir holen uns unsere Regierung zurück“. Obama muss zittern, da sich der Volkszorn gegen praktisch alle amtierenden Kongress-Abgeordnete richtet – und Obamas „Dems“ die Mehrheit halten.