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Der Countdown zur Operation „Top Kill“ läuft: Frühestens am Dienstag sollen die Lecks am Wrack der explodierten BP-Plattform „Deepwater Horizon“ in 1500 Meter Seetiefe geschlossen werden. 16 ferngesteuerte Unterwasser-Roboter wurden für die riskante Aktion in Stellung gebracht, wo Schlamm mit einer doppelt so hohen Intensität wie Wasser in die Ölquelle gepumpt wird, die danach mit Beton komplett versiegelt werden soll. Die Methode wurde bisher am Land und in seichten Gewässern erfolgreich angewandt, jedoch noch nie in derartigen Tiefen.

Behörden in Louisiana schlagen Alarm: Bereits 80 Kilometer der Küste, darunter Sümpfe und Strände, sind mit Öl verseucht. Experten warnen, dass die Reinigung des Öls in den Schilfgürteln „praktisch unmöglich“ sei und gewartet werden müsse, bis es sich über die Jahre hinweg natürlich zersetzt. Das Tiersterben eskaliert: Auf „Grand Island“, Louisiana, wurden vier tote Pelikane gefunden, nahe dem Ort Venice zwei völlig ölverschmierte Schildkröten aus dem Wasser gefischt. Der Druck auf die Obama-Regierung wegen der bisher laxen Reaktion auf die Ölkatastrophe steigt: Nun setzte der US-Präsident zwei Sonderemissäre ein, die eine Untersuchungskommission über das Öl-Desaster leiten sollen.