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Zwei Teams der US-Behörde USGS stellten nun erstmals offiziell fest, dass das „Deepwater“-Desaster die größte Öl-Katastrophe in den USA aller Zeiten ist – weit schlimmer als der Exxon-Valdez-Unfall 1989 in Alaska. Zwischen 64 und 147 Millionen Liter Rohöl sollen seit dem 20. April in den Golf geflossen sein, so die USGS-Wissenschaftler. Aus dem Tanker Exxon Valdez liefen damals 44 Millionen Liter aus.

Das Chaos innerhalb der US-Regierung beim Kampf gegen die Ölpest nimmt stündlich groteskere Ausmaße an: Coast-Guard-Chef Thad Allen soll, so ein Report der L.A. Times, bestätigt haben, dass die Operation „Top Kill“ das Horrorleck im Golf abgedichtet habe. Doch Minuten später kam der Rückzieher: Allen sei „missverstanden worden“, so seine Vorgesetzten im US-Heimatschutz-Ministerium: Es sei noch zu früh, den Erfolg des Schlammdichtungsversuch zu beurteilen. Auch BP mahnte zur Vorsicht. Inmitten des Drama platzen neue Horrorzahlen: Der Wissenschaftler John Amos schätzt, dass bisher 151 Millionen Liter austraten, viermal so viel wie beim „Exxon Valdez“-Desaster. Der Ölteppich habe sich auf 75.109 Quadratkilometer Größe ausgedehnt.