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Bis in den August hinein könnte das Öl im Golf von Mexiko sprudeln, bereitet die Obama-Regierung die Bevölkerung auf das Schlimmste vor. Das Deepwater-Desaster sei bereits die „größte Öko-Katastrophe in der US-Geschichte“, sagte Obamas Top-Energieberaterin Carol Browner im US-TV. Die Wut über BPs Versagen, das Loch zu schließen, aber auch Obamas Hilflosigkeit steigt nach dem letzten „Top Kill“-Flop: Das Öl dürfte nun bis zur Fertigstellung der Entlastungsbohrungen im August strömen, wenn die Leitung direkt an der Quelle zubetoniert werden soll. Alle weiter geplanten Operationen dienen, sollten sie jemals erfolgreich sein, nur der „Eindämmung des Ölflusses“, so BP-Direktor Robert Dudley, nicht dem kompletten Stopp. Riskant ist vor allem die nächste geplante Aktion, wo ein neuer Absauge-Dom installiert werden soll: Durch das Abtrennen des Steigrohres dürfte sich der Ölstrom temporär um 20 % erhöhen. Ein Abgeordneter zürnte in einem TV-Interview BP: „Lügen sie uns alle an oder sind sie nur inkompetent?“ BP-Chef Tony Hayward hat sich am Tag 40 des Desasters nun bei den Bewohnern der Golfküste entschuldigt, sagt „Sorry“, doch im gleichen Atemzug, dass auch er „seine Leben zurück haben will“. EX-Außenminister Colin Powell verlangt die Übernahme der Ölleck-Dichtungsaktion durch die US-Streitkräfte.