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Die US-Regierung warnte BP nach der Abdichtung des Öllecks, den Meeresboden „verstärkt“ nach neuen, möglichen Lecks abzusuchen. Sonntag war nahe des originalen Lecks der gesunkenen „Deepwater“-Plattform eine neue Austrittsstelle – von am ehesten Methan – gefunden worden. Der Fund ist ein Indiz, dass durch den steigenden Druck in der nun oben zugestopften Bohrleitung tief im Fels weitere Lecks entstehen könnten. Es kam zum Machtkampf zwischen den Feds und dem Ölmulti: Die Regierung wollte zunächst aus Sorge um einen noch „katastrophaleren Schaden“ erzwingen, dass das Ventil teilweise wieder geöffnet werden, um den Druck abzubauen. BP argumentierte dagegen, will offenbar keinen weiteren Ölaustritt aus Sorge vor noch höhere Strafzahlungen. „Coast Guard“-Chef Allen gab nach, forderte nun bloß die „genauere Observierung“ des umliegenden Meeresbodens.