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Aufregung in den USA über einen geplanten Deal zwischen dem Internet-Giganten „Google“ und dem Telekom-Riesen „Verizon“: Am Montag, so die NYT, könnte verkündet werden, dass Verizon als Internet-Provider dem Dateninhalten von Google, „Youtube“ etwa, Vorrang gibt. Diese Inhalte wären für Web-Nutzer dann scheller abrufbar, insgesamt ein Wettbewerbsvorteil, für den Google auch bezahlen würde. Der mögliche Deal wäre der bisher schwerste Schlag gegen die „Netzneutralität“, dem Grundgesetzt der revolutionären Chancengleichheit im Internet. Übersetzt: Egal ob CNN.com oder ein Bienenzüchter-Blog, Inhalte werden bisher mit gleicher Geschwindigkeit und ohne Rangordnung übermittelt. Nun bereitet offenbar „Corporate America“ die Übernahme des Web vor, mit wenig Gegenwehr der Regulierungsbehörde FCC, so Josh Silver von der „HuffPost“. Er bezeichnete den möglichen Google-Verizon-Deal als „Doomsday“ für das freie Internet. Fortan könnten Riesenfirmen das Netz in eine Art „Kabel-TV“, so Silver, verwandeln, Sieger und Verlierer bestimmen. Google dementierte jedoch binnen Stunden den NYT-Report. „Wir bekennen uns zum offenen Internet“, wurde gepostet.