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Niemand rechnete ernsthaft mit einer Siegesparade nach dem Abzug der letzten Kampfbrigaden aus dem Irak. Doch dass es ein TV.-Sender ist, der „exklusiv“ in den Abendnachrichten vom Ende der siebeneinhalb Jahre langen Operation „Iraqi Freedom“ berichtete, scheint erstaunlich: Besonders nach 4.400 toten GIs, 32.000 Verletzten und 750 Milliarden Dollar Kriegskosten. Das Protokoll: Um 18:30 Uhr zu Beginn der NBC-Hauptnachrichtensendung „Nightly News“ meldete sich Korrespondent Richard Engel „live“ von einem Wagen im Konvoi der abziehenden, letzten Kampfbrigade. „Wir sind gerade mit den letzten Kampftruppen der 4-2-Striker-Brigade unterwegs, die jetzt gerade das Land verlässt“, berichtete Engel. Er war da noch 30 Kilometer von der Grenze nach Kuwait entfernt. Die Story wurde prompt zu „Breaking News“, samt Reaktionen aus dem White House. Hektisch zog der Rest der US-Medien nach. Die Schlagzeile: Der Irakkrieg ist zu Ende! Doch was für ein stilles und fast heimliches Ende, welches von einem einzigen TV-Reporter „aufgedeckt“ wurde…