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Heftige Debatte um die geplanten Demonstrationen der beiden „Comedy Central“-Stars Jon Stewart und Steven Colbert. Letzterer mimt in seiner Show „Colbert Report“ einen strammen Republikaner. Samstag Nachmittag ruft Stewart zur „Demo für die Restauration der Zurechnungsfähigkeit“ auf, Colbert plant zeitgleich seinen „Marsch zur Aufrechterhaltung der Furchtsamkeit“. Die Demos der TV-Spassvögel sind eine offensichtliche, humorige Antwort auf die jüngste Veranstaltung des ultrarechten Fox-Recken Glen Beck auf der Washington „Mall“. Doch die Kritik wächst: Die Auftritte am Wochenenden seien genau solche „Stunts“, die Stewart in seiner Sendung durch den Kakao ziehen würde, wäre es nicht seine eigenen, schrieb Paul Farhi in der WaPo. Und nach dem ihm bekannte Linke wie Arianna Huffington oder Orah Winfrey so offenherzig unterstützen, untergrabe er seine Glaubwürdigkeit, die Stewart gerade bei jüngeren Zusehern genießt (für viele ist Daily Show inzwischen die wichtigste Nachrichtenquelle). Zugespitzt fragt der Kommentar: „Wer glaubt eigentlich Stewart zu sein?“