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Die Midterm-Wahlen sind geschlagen: Die GOP-Tsunami brach über Obamas Demokraten in Denkzettelwahl herein! Erwartungsgemäß übernahmen die Republikaner die Macht im Repräsentantenhaus in einem beachtlichen Polit-Erdrutsch. Den Senat konnten die „Dems“ jedoch halten. Die GOP erreichte eine Mehrheit von 242 zu 193 im „House“. Der Hardliner John Boehner wird dadurch „Speaker“ – und zum drittmächtigstne Mann im Staat. In „Exit Polls“ drückten die Wähler ihre Unzufriedenheit mit Obama aus: Nur 45 % gaben ihn gute Noten für seine bisherige Amtsführung, 54 % lehnten sie ab. 88 % fanden die Wirtschaft in „schlechter Verfassung“, doch weniger als die Hälfte macht Obama dafür verantwortlich. Viele beschuldigten die „Wall Street“ und Vorgänger Bush. Der Kongress kommt in den Umfragen am schlechtesten weg. Insgesamt zeigten sich die Wähler mit beiden Partien unzufrieden.
Obama ging gleich in die Offensive: Bei einer Pressekonferenz erläuterte er zerknirscht seinen neuen Kurs mit dem nun von der Opposition dominierten Kongress. Danach krempelte er bei einem Regierungstreffen die Ärmel hoch. Obama will mit einem dichten Programm die Wahlschlappe schnell vergessen machen: Nächste Woche startet ein Zehn-Tage-Trip nach Asien, dann erwartet er einen Report der Finanz-Komission und eine Zwischenbilanz in der Afghanistan-Offensive.