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Neuer Höhepunkt im Drama um Welt-Enthüller Julian Assange: Der Ex-Hacker stellte sich um 9:30 Ortszeit bei einer Wachstube in London. Er war wegen eines internationalen Haftbefehls wegen möglicher Sex-Verbrechen in Schweden via Interpol gesucht worden. Ein Gericht in Westminster soll nun den Prozess um eine mögliche Auslieferung nach Schweden starten: Bei Assanges erstem Gerichtsauftritt (das Gebäude war von hunderten Reportern und Schaulustigen belagert) am Dienstag wird sich zeigen, ob der Ex-Hacker die Auslieferung nach Stockholm anfechtet und bis zum Gerichtsentscheid gegen 160.000 bis 316.000 Dollar Kaution wieder auf freiem Fuß gesetzt wird. Assange befürchtet, dass ihn Schweden prompt an die USA „weiterreicht“ – wo Justizminister Eric Holder bestätigte, dass „signifikante Schritte“ gegen Assange und WikiLeaks nach der Freigabe von 250.000 US-Geheimdepeschen in die Wege geleitet wurden. Die Veröffentlichung eines 256-stelligen Codes zur Entsperrung eines bereits von hunderttausenden am Internet heruntergeladenen „Doomsday File“ (brisante Daten zu BP, Bank of America und Guantanamo Bay) wurde jedoch bisher noch nicht in den Wege geleitet. Damit hatte Assange gedrot, sollte er verhaftet werden.