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Der US Supreme Court schmetterte das Ansuchen des Delinquenten Troy Davis nach einem neuen Verfahren ab, indem der des Mordes Verurteilte seine Unschuld beweisen hatte wollen. Der Mann im US-Staat Georgia erhielt die Todesstrafe, da er angeblich als 19-Jähriger 1991 einen Polizisten erschoss. Doch nach dem Urteilsspruch hatten sieben der neun Zeugen der Anklage ihre Aussagen zurückgezogen, Experten nannten weitere „Beweise“ als nicht zulässig. 2008 hatte das US-Höchstgericht die Hinrichtung zwei Stunden vor der Todesspritze zwar gestoppt – doch Davis verlor weitere Berufungsverfahren, wo weniger die Schuldfrage als die Einhaltung von Verfahrensprozeduren überprüft wurde. Jetzt lehnten die Höchstrichter eine neuerliche Annahme des Falles ab, der Staat kann damit in dem Fall, der für internationale Kritik sorgte, ein neues Exekutionsdatum festlegen.