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Der Tod des Superterroristen Osama Bin Laden (†54) hält die Welt weiter in Atem, lässt die USA jubeln, Europa diskutieren. 3.517 Tage verstrichen zwischen dem Jumbo-Terror des 11. September (3.000 Tote) und Bin Ladens Kopfschuss durch Navy Seals in seiner Versteckvilla in Abbottabad (Pakistan). Das Protokoll des Agententhrillers: „Tod oder lebendig“ will der Ex-Präsident George Bush das Terrormonster. In den afghanischen Bergen von Tora Bora sitzt er im Dezember 2001 fast in der Falle, US-Jets bombardieren Tag und Nacht. US-Dienste hören Bin Ladens Satellitentelefon ab, doch setzten beim Zugriff auf lokale Stammeskrieger, dem Terroristen gelingt die Flucht.
# In Verhören mit dem 2002 festgenommenen 9/11-Drahtzieher Chalid Scheich Mohammed (46) und dem Kaida-Kommandanten Abu Faradsch al-Libi erfahren die USA den hohen Status eines Bin-Laden-Kuriers, Abu Ahmed al-Kuwaiti. Dessen Namen hatte die CIA schon vor 9/11 erfahren, jetzt lügen Mohammed & Co trotz Folter über ihn: „Der Mann kenne Bin Laden gar nicht…“ Den Amerikanern ist klar: Sie wollen ihn beschützen! Das Dossier über Al-Kuwaiti liegt fortan in den Fahndungsakten ganz oben.
# Im Sommer 2010 leistet er sich einen fatalen Fehler: Er telefoniert am Handy, den Agenten der Lauschbehörde NSA stockt der Atem. Sie können ihn lokalisieren, verfolgen seinen weißen Suzuki nach Abbottabad. Der Komplex dort elektrisiert die Fahnder: Sechs Meter hohe Wände, achtmal so groß wie alle anderen Häuser, keine TV, Telefon oder Internet. Lebt hier Bin Laden?
# US-Präsident Barack Obama erfährt letzten Spätsommer über den Coup, lässt sich von der Terrorabwehr immer öfter Dossiers und Satellitenaufnahmen vorlegen. Die CIA mietet ein „Safe House“, observiert einen großgewachsenen, schlacksigen Bärtigern bei täglichen Runden im Hof. Sie nennen ihn „The Pacer“, den „Schrittmacher“. Tatsächlich: Bin Laden ist 1,94 Meter groß. Die Elitekommandos bauen den Komplex nach, üben den Sturm. Eingesetzt wird „Team Six“ werden, die bester des Seals.
# Obama unterschreibt am 29. April den Einsatzbefehl, tourt dann mit Pokermine die Tornado-Desasterzonen in Alabama, reißt cool am Samstag Witze beim Korrespondentendinner in D.C.. Am Sonntag bricht er eine Golfrunde nach neun Löchern ab, gesellt sich zu seinem Sicherheitsteam im „Situation Room“ unter dem Westflügel. Die Operation wird „Neptun-Speer“ getauft, Bin Laden erhält das Codewort „Geronimo“. 79 Seals und ein Hund sind am Weg. Völlig neuartige Tarnkappen-Helikopter, modifizierte „Black Hawk UH-60, unterfliegen in der mondlosen Nacht den Pakistan-Radar. Es ist 15:30 Uhr in D.C., 0:30 Uhr in Abbottabad. „Zero Hours“, die Stunde Null.
# Ein Helikopter legt eine Bruchlandung hin, die Seals mit Nachtsichtgeräten und Helmkameras, die Live-Bilder nach Washington funken, beginnen unbeirrt mit der 38 Minuten langen Kommandoaktion, sprengen Löcher in die Mauer. Ein Kurier – er ist der einzig Bewaffnete – eröffnet das Feuer, stirbt im Kugelhagel. Die Seals arbeiten sich systematisch vor, Zimmer für Zimmer, Stock für Stock. Unbeschreibliche Szenen: Frauen, Kinder kreischen, die wie futuristische Kampfmaschinen aussehenden Seals brüllen: „Down! Down!“
# Im zweiten Stock erschießen sie Bin Ladens Sohn Hamza (†22), als der Terrorführer von oben übers Stiegengeländer schaut. Die Seals feuern aus einer M16-Maschinenpistole, verfehlen ihn. Sie stürmen den Schlafraum, ein Soldat schnappt zwei seiner Kinder. Der Superterrorist im Schlafrock stirbt „wie ein Feigling“, so Insider: Er stößt seine fünfte Frau Amal al-Sadeh (24) den Seals entgegen, die reißen sie zu Boden, schießen ihr in den Wade. Eine Kugel trifft Bin Laden über dem linken Auge, die zweite in der Brust. „Geronimo E-KIA“, wird ins Weiße Haus gefunkt: „Feind im Kampf getötet!“ Der Raum bricht in Jubel aus.