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Richterin Melissa Jackson am Manhattaner Kriminalgericht lehnte die Kaution für den am Samstag bei einem offensichtlichen Fluchtversuch am JFK-Flughafen verhafteten IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen „Fluchtgefahr“ ab. Der Franzose soll ein Zimmermädchen im Luxus-Hotel Sofitel nahes des „Times Square“ sexuell attackiert haben. Die Manhattaner Staatsanwaltschaft präsentierte sechs Anklagepunkte – der gravierendste ist „vorsätzliche, sexuelle Misshandlung“, wo die Höchststrafe bei 25 Jahren liegt.

In vor Gericht eingereichten Akten werden neue Details der Vorwürfe gegen die Maid – eine in der Bronx mit Ehemann und 16-jähriger Tochter lebende Immigrantin aus Ghana (32) – bekannt: Demnach hatte Strauss-Kahn sie zum Oral- wie auch Analsex gezwungen, ihre Brüste berührt, „mit aller Kraft seinen Penis gegen den Mund des Opfers gedrückt“, so die Akte. Strauss-Kahns Staranwalt Ben Brafman sagte jedoch nach der Verhandlung, dass Beweise für „Gewaltanwendung“ fehlten. Der Ex-IWF-Boss bleibt in New York in Haft, die nächste Verhandlung ist am Freitag.