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Blanker Horror in der Missouri-Stadt Joplin (50.000 Einwohner): Ein Killer-Tornado zog eine neun Kilometer lange und 1000 Meter breite Schneise tödlicher Zerstörung durch die Kleinstadt, Montagmorgen lag die Opferbilanz bei 89 Toten. In den Trümmerhalden komplett ausradierter Nachbarschaften geht die Suche nach Vermissten weiter. Der Sturm traf Sonntagabend die Stadt mit geschätzten Windstärken von über 300 Stundenkilometern. 2000 Gebäude wurden beschädigt, Trümmer 5400 Meter hoch in die Luft geschleudert. „Menschen rannten um ihr Leben, dann waren nichts als Ruinen zu sehen“, so Mike Bettes vom Weather Channel. Der selbst hartgesottene Reporter brach unter Tränen zusammen. Dramatisch die Lage im ebenfalls direkt getroffenen Regionalspital St. John´s: Ärzte und Schwestern hatten nur Minuten an Warnzeit, um Patienten auf die Gänge zu rollen. Der Tornado riss die Fassade auf, blies Hunderte Fenster ein. Das Wrack eines Rettungshelikopters lag am Parkplatz. Vor der Ruine wurden blitzschnell Zelte für die Notversorgung weiterer Sturmopfer aufgebaut. Die neue Tragödie ist jüngster Höhepunkt eines verheerenden Tornado-Frühjahrs: Im April starben in vier Tagen 341 Menschen – vor allem In Alabama.