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Die US-Justiz ist erschüttert von der peinlichsten Blamage seit Jahren: Der hochkarätige Fall gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn, der angeblich eine Sofitel-Maid zum Oralsex genötigt haben soll, zerbröselt, nachdem Fragen über die Glaubwürdigkeit der Maid, Nafissatou D. (32), auftauchten. Richter Michael Obus entließ den Franzosen aus dem Hausarrest, er muss jedoch vorerst in den USA bleiben. In einer Bombenenthüllung war bekannt geworden, dass die Maid bei Angaben für ihre Einwanderungsformulare log, dazu gäbe es Verbindungen zu verurteilten Verbrechern. Ungereimtheiten tauchten auch auf in ihren Erzählungen über die Stunden vor und nach der angeblichen Sexattacke. Sie hätte dazu am Tag des Vorfalles mit einem Mann im Gefängnis telefoniert und gefragt, ob sie Vorwürfe gegen DSK erheben soll, so Telefonabhörprotokolle.

Die Staatsanwaltschaft jedoch will die Vorwürfe weiter prüfen, beschrieb neue Details: Demnach habe DSK Prellungen an ihren Genitalien herbeigeführt, eine Sehne in ihrer Schulter überdehnt und ihre Strumpfhosen zerrissen. Doch der jetzige Rückzieher sei das „Anfang vom Ende des Falles“, der ein internationales Politbeben auslöste, so Experten. DSKs Anwälte werden auf eine Einstellung drängen. DSK könnte damit in einer triumphalen Rückkehr nach Frankreich dort sogar wieder Chancen auf das Präsidentenamt in 2012 haben.