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It’s the cconomy, stupid! Obamas Wiederwahlchancen haben sich deshalb am Freitag dramatisch erhöht. Die US-Wirtschaft addierte im Dezember 200.000 Stellen, die Arbeitslosenrate fiel auf 8,5 %. Seit sechs Monaten gab es damit ein Plus von mehr als 100.000 Jobs pro Monat, der stärkste Arbeitsmarkt seit 2006 – weit vor dem 2008-Crash. Die Zahlen sind ein deutliches Indiz, dass sich die US-Wirtschaft am Weg aus dem Krater der schlimmsten Rezession seit der Great Depression“ befindet – auch wenn viele Ökonomen warnen, dass die Daten noch nicht das erhoffte robuste Wachstum zeigen, das die US-Job- und Schuldenkrise nachhaltig entspannen könnte.

Obama hat damit zwar keinen Grund zum Jubeln, doch zumindest zur Zuversicht. Denn die Hahnebücherei der Argumente seiner konservativen Gegner wird täglich unübersehbarer. Immer schriller wird beim „Flying Circus“ der Republikaner-Vorwahlen getrommelt, wie Obamas „Sozialismus“ das Land ins Verderben führe. Wie er die armen Reichen und rekordprofitablen Corporations, die „job craetors“ eben, mit Steuern schröpfen und mit Regulierungen fesseln wolle – und die Schaffung von Arbeitsplätzen verhindere.

Doch für die wahlentscheidenden Wechselwähler wird gleichzeitig mit jedem dieser ermutigenden Job-Reports deutlich: Obamas Wirtschaftspolitik kann, trotz all unserer Ungeduld, so schlecht nicht sein. Und erinnert muss werden, dass er im Jänner 2009 bei seiner Inauguration ein über die Klippe gestürztes Bush-Amerika übernahm, wo pro Monat 800.000 Jobs vernichtet wurden. Alles, by the way, das Resultat genau jener Politik, die Romney & Co. jetzt anpreisen: Entfesselte Märkte, keine Regulierungen! Kein Wunder, dass Wall-Street-Fan Mitt Romney, der wahrscheinlichste Obama-Gegner, bei einer Rede in New Hampshire den Jobs-Report mit keinem Wort erwähnte….