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In einen historischen Moment für Amerikas Bürgerrechte setzte sich Barack Obama in einem ABC-Interview als erster US-Präsident aller Zeiten für die Genehmigung von Homo-Ehen ein. „Ich denke, dass gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit haben sollten, zu heiraten“, sagte Obama.

Für den Demokraten ist es ein riskanter Schwenk in einem Wahljahr: Früher hatte er zwar gleiche Rechte für Schwulenpaare begrüßt, jedoch Ehen abgelehnt. Obama dürfte nun religiöse Wähler in Schaukelstaaten vergrämen. Doch das White Haus hofft, dass die mutige Aussage anstatt politischem Lavieren mehr Jungwähler motivieren könnte. Bisher erlauben nur acht US-Staaten Homo-Ehen.

Obama führte Gespräche mit seiner Frau Michelle sowie den Töchtern Sasha und Malia bei seiner Meinungsänderung ins Treffen. Er verlangte jedoch kein Bundesgesetz zur Durchsetzung, sondern will die Erlaubnis von Ehen gleichgeschlechtlicher Paaren den einzelnen US-Staaten überlassen.