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# Obama-Update: Nach der Feier der Kater für US-Präsidenten – USA rast auf das „Fiscal Cliff“ zu! Die Obamas kehrten mit „Air Force One“ und dem Diensthubschrauber „Marine One“ ins White House zurück, sie hielten Hände, umarmten sich. Der wiedergewählte Präsident muss jetzt aber rasch beweisen, dass er mit den Republikanern zusammenarbeiten kann. Ohne Einigung treten in 48 Tagen jene budgetären „Doomsday“-Maßnahmen in Kraft, die der Kongress 2011 beschloss, um ein Budgetkompromiss zu erzwingen. Ohne Kompromiss mit dem Kongress laufen die Erleichterungen bei der Payroll-Tax für 160 Millionen Amerikaner aus, Zahlungen an Arbeitslose ebenso, es drohen höhere Steuern für die Mittelklasse und Einschnitte im Krankenwesen. $600 Mrd. könnten schlagartig aus der US-Wirtschaft angesagt werden, es droht eine neue Rezession. Aus Angst vor dem Finanz-GAU stürzt der „Dow“ gestern 312 Punkte ab. Die geschlagenen Republikaner deuteten Kompromissbereitschaft bei Steuersenkungen an: Doch „House“-Republikaner John Boehner blieb vage, als er über mögliche, „neue Einnahmequellen“ sprach, doch höher Steuersätze ablehnte. Bisher lehnte die GOP jegliche Steuererhöhungen ab, selbst für Millionäre. Obama könnte als Versöhnungsgeste Republikaner in ein „Kabinett der Versöhnung“ holen, wird erwartet.
+ Rätselraten um Hilary: Macht die Außenministerin weiter oder bringt sie sich für 2016 in Stellung?
+ Berater waren überrascht, dass Obama so rasch zum Sieger ausgerufen wurde: Das Team hatte sich im 39. Stock des „Fairmont Hotel“ in Chicago gerade zu Beratungen zurückgezogen, als die TV-Netzworks die Wiederwahl verkündeten. Obama war in dieser Sekunde alleine im Raum mit seiner Familie.
+ Katzenjammer bei den Republikanern: Warum verlor Romney? Die Konservativen sind in der Krise, vor allem Junge, Minderheiten (Obama hängte Romney bei Latinos mit 44 % ab) und Frauen haben sich abgewandt, die religiöse Rechte und „Tea Party“ verschrecken moderate Wechselwähler. Jetzt wird um den Kurs gerungen.

# Großraum New York von Schneesturm heimgesucht: Bis zu 20 Zentimeter fielen bis Mittwochabend, hohen Wellen krachten in die durch „Sandy“ verwüsteten Küstenstriche, weitere Evakuierungen wurden angeordnet. New-Jersey-Gouverneur Chris Christie bediente sich angesichts der Desaster-Serie mit Galgenhumor: „Ich warte jetzt noch auf eine Heuschrecken-Plage…“ Der Sturm führte zu neuen Stromausfällen für 22.000 Kunden. 690.000 sind nach Sandy weiter ohne Strom. 1200 Flüge wurden gestrichen. (nbc)