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Das Geiseldrama in Alabama, das seit fast einer Woche Amerika und die Welt fesselte, ist zu Ende: Polizeieinheiten stürmten Montagnachmittag den winzigen Erdbunker in Midland City, in dem der irre Regierungshasser Jimmy Lee Dykes (65) den fünfjährigen, autistischen Jungen Ethan seit letzten Dienstag als Geisel hielt.

Das Drama entfaltete sich bei einem Live-Einstieg auf CNN: Plötzlich wurden Schüsse und der Lärm von Explosionen von Anrainern gehört, ein Polizeihubschrauber startete, Ambulanzen rasten zum Tatort. Minuten später die erlösende Nachricht: Der kleine Ethan konnte unversehrt gerettet werden, Geiselgangster Dykes kam ums Leben.

Details sind noch karg, das FBI kündigte eine Pressekonferenz an. Dykes hatte bei der Entführung von Ethan aus einem Schulbus den Fahrer Charles Poland (66) erschossen. Ein Nachbar namens Brian berichtete auf CNN von einem lauten „Boom“, der den Sturm einleitete. Danach waren Schüsse zu hören. Der Junge wurde in ein nahes Spital überstellt, dort sollte er mit seiner Mutter vereinigt werden, deren Nerven während des Dramas „an einem seidenen Faden hingen“, so ein Lokalpolitiker.

FBI-Agent Steve Richardson berichtete, dass die Verhandlungen in den 24 Stunden vor dem Sturm kollabiert waren. Dykes wurde beobachtet, „wie er eine Pistole hielt“. Sonderkommandos entschlossen sich deshalb zum Sturm. „Wir fürchteten um das Leben des Kindes“, so Richardson.