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Die 85. Academy Awards! Ich blogge das Oscar-Wochenende aus L.A.: Die Dramen, die Sieger, die Rekorde, der berühmteste Rote Teppich der Erde – Eindrücke, Analysen, Skandälchen, Reaktionen…

Samstag 12 Uhr: Der rote Teppich erhält den letzten Schliff, das Wetter könnte prächtiger kaum sein. Tiefblauer Azurhimmel, fast 20 Grad. Ähnlich ist die Vorhersage für Sonntag. Unterdessen hält eines der spannendsten Rennen seit Jahren die Hollywood-Presse in Atem: Der Thriller um die best Actress! Sonst zeichnen sich oft klare Favoriten ab. Doch beim heurigen Damen-Rennen ist es fast so „too close to call“ als ginge es nochmals um Bush vs. Gore.

Shootingstar Jennifer Lawrence wird für ihre brillante Performance in der Tragikomödie „Silver Linings Playbook“ zwar weiter am öftesten als Oscar-Favoritin genannt, doch vor allem Emmanuelle Riva (Amour) wurde in den letzten Tagen immer mehr als mögliche Überraschungssiegerin gehandelt. Im Oscar-Barometer der „Huffington Post“ holte sie mit 23,7 % an Siegeschancen mächtig auf. Tendenz: Weiter steigend (das ganze ist natürlich eine Spielerei, da die Abstimmung Dienstag endete…). Und dabei sind auch noch Naomi Watts (The Impossible) und Jessica Chastain für den Bin-Laden-Thriller „Zero Dark Thirty“ auch noch im Rennen. So spannend war es noch selten.

Eine Kollegin in LA hatte mir erzählt, dass Lawrence mit leichten Anflügen an Arroganz nach den „Globes“ viel Porzellan zerschlagen haben könnte, als sie tönte: „Ich habe Meryl Streep geschlagen…“ Das klang fast wie Göttinnenlästerung, auch wenn ihr PR-Team am nächsten Tag hektisch erklärte, dass sie lediglich ein Filmzitat zum Besten gab,