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Alles war bestens nach dem Kauf des iPhone 5S und meinem Wechsel zu T-Mobile: Das Gerät ein Traum, Datenanbindung und Gesprächsqualität weit besser als mit Verizon. Und dazu auch noch billiger. Mein Sohn Maxwell hat seit längerem ein Prepaid-Konto mit T-Mobile, nun war es an der Zeit, mit meiner und seiner Nummer ein gemeinsames Familienkonto zu gründen.

Anruf bei T-Mobile. Ich möchte seine Nummer in meinen Account  überführen, teile ich mit. Doch für das billigere Prepaid ist das (wahrscheinlich billigere) Kundenservice in Indien (oder sonstwo) verantwortlich. Ich erkläre was ich will, doch habe nach dem Ende des Gespräches irgendwie ein mulmiges Gefühl. Haben sie es kapiert?

Kurz nach 15 Uhr poppt eine SMS auf meinem iPhone auf: „Welcome to T-Mobile“ Ich erstarre, weiß im Unterbewusstsein genau, was passiert ist. Ich rufe über Skype meine Nummer an: „This number is not in service…“ F…..!!! Da man in den USA beim Anbieterwechsel die Nummer mitnehmen kann, wird die über die Jahre Teil eines selbst. Die indischen Nobelpreiskandidaten haben meine Nummer mit der meines Sohnes überschrieben – aus meinem iPhone Maxwells gemacht.

Plötzlich blinken seine SMS daher, „Y?“, „JK“, „K“ 11-Year-Old-Lingo. Eigentlich könnte ich da grinsen: LOL! Eher es ist mir zum Weinen zumute.

Panischer Anruf bei T-Mobile: Ja tatsächlich, meine Nummer wurde mit Maxwells ersetzt. Ich könne meine alte Nummer wieder beantragen, das dauere aber bis zu 48 Stunden. Ich fühle mich geköpft. Furchtbar eigentlich, wie abhängig wir von diesen Smartphones sind…

Zur Wiederherstellung von Maxwells Nummer auf seinem Gerät solle ich ins nächste T-Mobile-Store gehen und eine neue SIM-Karte in sein Telefon einsetzen lassen. Im Geschäft, wo ich 30 Minuten das Pult belagere, schaffen wir das. Und in mein iPhone bekomme ich ebenfalls eine neue SIM-Karte und eine temporäre Nummer – bis meine alte aus dem Nummern-Nirvana wiederkehrt. Wenigstens kann ich das Ding wieder benützen. Die Lage ist jetzt  übersichtlicher als noch vor einer Stunde – und ich habe auch die SMS-Lawinen von Maxwell´s „Freundinnen“ nicht mehr auf meinem Schirm…

Der nächste Morgen (ich habe wegen alldem sogar schlecht geschlafen…) beginnt mit einer SMS. Ich hoffe, dass meine Nummer wieder da ist. Ich wähle sie an, plötzlich hebt jemand ab! Ich tobe, brülle: „Verdammt, die haben meine Nummer bereits vergeben!!!!“ Ich überlege bereits sogar, ob ich sie vielleicht zurückkaufen kann. Ich wähle nochmals: „Hi Dad, it´s me“, höre ich Maxwell – am iPhone aber auch im Nebenraum. T-Mobile hat diesmal Maxwells Gerät mit meiner Nummer bedacht. Jetzt kriegt er plötzlich meine Arbeitsanrufe. Ahhhhhhrg!

„Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll“, eröffne ich meinen Anruf im T-Mobile-Kundencenter: „Ich brauche jedenfalls die fähigste Person, die ihr habt…“ Und ich habe dann doch noch Glück: Desiree scheint persönlich erschüttert, was mir widerfuhr und versichert, alles wieder gut zu machen. Und sie hält ihr Versprechen, tauscht zuerst die Telefonnummern auf den beiden iPhones: Nun läutet wieder MEINE Nummer auf MEINEM Smartphone. Ich existiere wieder! Dann ersetzt Desiree am Maxwells Gerät die temporäre Nummer mit seiner alten. Auch ihn gibt es wieder (und auch der Strom an SMS-Wortfragmenten kann weitergehen…).

Ich bedanke mich bei Desiree. 18 Stunden Albtraum sind zu Ende. Nur bei jeder weitere T-Mobile-SMS zucke ich noch zusammen. Post-Traumatischer Stress…