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Psychokiller Killer Adam Lanza (20) plante das schlimmste Schulmassaker der US-Geschichte (28 Tote) in der Sandy-Hook-Volksschule in einem mit Müllsäcken abgedunkelten Raum voller gewalttätiger Videospiele (“Left for Dead”, „Dead Rising”, “Call of Duty”), angefertigter Tabellen hunderter Massenmorde und einem Arsenal an Waffen und Munition, so ein jetzt publizierter, 48 Seiten langer Untersuchungsbericht des Staates Connecticut.

Der düstere Raum, der wie ein Kommandozentrale wirkte, lag im Erdgeschoß des Hauses seiner Mutter Nancy in Newtown (Connecticut). Lanza sah sich am PC Videos über Morde an Kindern an, entdeckt wurden von den Cops Selbstporträts mit einer Pistole an der Schläfe. Er schien besonders besessen vom Schulmassakern  an der „Columbine High School“ (1999, 15 Tote) gewesen zu sein. Doch Lanza zertrümmerte vor der Tat die Festplatte seines Computers: Experten konnten nur wenige der Daten retten. Die meisten Geheimnisse bleiben für immer verborgen.

Absurd: Seine Mutter wollte ihm zu Weihnachten eine neue Pistole  schenken, obwohl sie über seine Obsession mit Gewaltverbrechen Bescheid gewusst haben musste. Lanza hasste jegliche Feste: Er mochte keinen Weihnachtsbaum, so der Report, verabscheute Geburtstage.

Der mit Autismus diagnostizierte Einzelgänger verließ das Haus drei Monate lang nicht, verkehrte mit seiner Mutter  nur per Email, verweigerte die Medikamente. Sie machte sich gegenüber Bekannten große Sorgen. In dem Report wurden neue, makabere Bilder aus Lanzas „Bunker“ veröffentlich, darunter mit Kugeln durchsiebte Zielscheiben, Videospiele, ein ganzer Waffenschrank, Schubladen voller Munitionsmagazine. Ein weißer Teddy-Bär lag auf einer Munitionsschachtel.

Lanza plante die Tat, inklusive seinem Selbstmord, penibel und über einen langen Zeitraum hinweg. Am Tag vor dem Massaker fuhr er, so GPS-Daten seines Handys, zur Sandy-Hook-Schule. Eine gespenstische Probefahrt.

Am 14. Dezember 2012 erschoss er zuerst seine Mutter im Schlaf, fuhr dann mit  einem halbautomatischen 0,223-Kaliber-Sturmgewehr „Bushmaster XM15“ und weiteren Waffen zu der Grundschule. Um 9:35 Uhr schoss er das versperrte Eingangsportal auf. Die ersten Todesopfer waren die Direktorin Dawn Hochsprung und die Schulpsychologin, dann tötete er in zwei Klassenzimmern 20 Erstklässler und vier Lehrer. Nach nur fünf Minuten – die herangeraste Polizei bereits im Gebäude – nahm er sich mit einem Kopfschuss aus einer Pistole das Leben. Lanza feuerte insgesamt 154 Kugeln ab. Die Schreie der sterbenden Kinder hörte er nicht, da er Ohrenstöpsel trug.

Der Report stellte endgültig klar: Lanza plante und verübte die unfassbare Blutbad ganz alleine, es gab keine Komplizen oder Hintermänner. Doch ein klares Motiv fanden die Ermittler nicht. Wie sehr die psychische Krankheit eine Rolle spielte bei dem Blutbad, konnten ebenfalls nicht genau eingeschätzt werden. Das von den trauernden Hinterbliebenen und geschockten Einwohnern von Newtown so verzweifelt gefragte „Warum?“ wird für immer unbeantwortet bleiben.