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Das neue Jahr beginnt im Osten der USA mit einer heftigen Dosis an Extrem-Winter: Ein Mammut-Wettersystem, bei dem Freitag vor der US-Ostkpste gleich drei Tiefs (!) zu einem Super-Wintersturm verschmelzen, stürzt dutzende US-Staaten vom Mittleren Westen bis nach Neuengland ins Chaos: 100 Millionen Menschen, ein Drittel der US-Bevölkerung, sind betroffen.

Neben der gewaltigen Ausdehnung werde sich der Sturm auch „lange hinziehen“, warnte TV-Meteorologe Michael Palmer. Der Ostküste von New York bis Boston droht ein klassischer Blizzard: Heftiges Schneetreiben bei Windböen bis 100 km/h, dazu Überschwemmungen an der Küste durch die Sturmflut. Für New York und Long Island wurde von den Wetterdiensten bereits eine Blizzard-Warnung ausgerufen, New-York-Gouverneur Mario Cuomo kündigte die Sperre von  Hauptverkehrsrouten am Höhepunkt des Sturmes in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (im Vorjahr wurden bei Blizzard „Nemo“ hunderte Autofahrer am „Long Island Expressway“ eingeschneit) . Im Visier des Monstersturmes ist auch Cape Cod in Massachusetts und Küstenstriche in Maine.

In New York, wo bis 20 Zentimeter der weißen Pracht erwartet werden, muss der gerade angelobte Bürgermeister Bill de Blasio seine erste Bestandsprobe als Krisenmanager meistern. Dem Blizzard folgt eine brutale Kältewelle mit dem Einsickern polarer Kaltluft aus Kanada. Dort gibt es bereits einen Vorgeschmack: In Winnipeg fiel das Thermometer auf minus 38 Grad, in New York wird Freitag mit einer Anfühltemperatur (wo der Effekt des Windes mitberücksichtigt ist) von -20 Grad gerechnet.

Es droht dazu ein Verkehrschaos während der Rückreisewelle nach Weihnachten und Neujahr: In Chicago wurden bereits 600 Flüge gestrichen, in New York und Boston werden ebenfalls massive Ausfälle oder Verspätungen befürchtet.