Die brutale Blizzard-Nacht in New York und Neuengland hat begonnen: Monster-Wintersturm “Hercules” tobt über der US-Ostküste, bringt mehrere US-Staaten von New York bis Boston praktisch zum Erliegen. Die Intensität und Dimension des Schneesturms führte zu eindringlichen Warnungen der Behörden vor „lebensgefährlichen Situationen”, vor allem wegen der beißenden Kälte gepaart mit orkanartigen Winden. In Boston fühlte es sich an wie minus 31 Grad. Am Abend wurden auf Long Island Windböen von 70 km/h gemessen.

Schneetreiben vor der City Hall: Test für neuen Bürgermeister de Blasio

Schneetreiben vor der City Hall: Test für neuen Bürgermeister de Blasio

Insgesamt verursachte das Dreitief-Wettersystem zu Behinderungen in 19 US-Staaten mit 100 Millionen Einwohnern. In New York und Connecticut wurde der Notstand ausgerufen. Das Verkehrschaos wächst: Über 2000 Flüge wurden Donnerstag gestrichen, der Logan-Flughafen in Boston stellte um 20:30 Uhr Ortszeit den Flugverkehr ein. Der „Long Island Expressway” und weitere Highways sind gesperrt. Am JFK-Flughafen gab es am Abend bereits Verspätungen von bis zu fünf Stunden.

Schneechaos in Downtown nahe Ground Zero

Schneechaos in Downtown nahe Ground Zero

Anfühltemperaturen in New York könnten heute auf minus 23 Grad stürzen. Bürgermeister Bill de Blasio hatte deshalb an die New Yorker wegen der Gefahr von Unterkühlungen und Erfrierungen appelliert: “Bleiben Sie zu Hause!” Vorfreude gibt es jedoch bei den Kindern: Mit einem Schließen der Schulen kann Freitag gerechnet werden.