New Yorks neuer Links-Bürgermeister bestand die erste Bewährungsprobe durch Wintersturm Hercules. Er hatte freilich auch ein wenig Glück: Mit 20 Zentimetern blieben die Schneehöhen leicht unter den Erwartungen, am gefährlichsten bei diesem Blizzard blieb der strenge Frost mit Anfühltemperaturen Freitagmorgen um – 20 Grad. Den 1,1 Millionen Schülern durch das Schließen der öffentlichen Schulen einen schulfreien „Schnee-Tag“ zu geben, wurde als angemessene Entscheidung bewertet.

Doch auffälliger als de Blasios solides Krisenmanagement war der neue Stil – vor allem nach  12 Jahren mit dem monotonen, oft griesgrämigen Milliardär Bloomberg am Ruder. New Yorks neue, bunte „First Family“ unterhielt die Bürger während des Schneesturmes prächtig.

Zuerst sorgte der Austausch zwischen Sohnes Dante (16) mit seinen Freunden auf Facebook für Heiterkeit: Die regten an, er solle seinen Bürgermeister-Dad dazu drängen, die Schulen wegen dem Schnee schließen zu lassen. Als Dante einwilligte, konterte seine Mutter, First Lady Chirlane McCray, mit einem Foto auf Twitter, das eine Schneeschaufel vor einer Türe zeigte: „Das wird Danta machen, wenn schulfrei ist“, schrieb sie.

„Mayor“ Bill selbst ließ es sich nicht nehmen, in seiner Stammkneipe „Bar Toto“ in Park Slope nahe seiner Wohnung in Brooklyn kurz auszuspannen und eine Kleinigkeit zu essen. Vielleicht stärkte er sich auch für das öffentliche Schneeschaufeln vor seinem Haus am nächsten Morgen – auch wenn gleich festgestellt wurde, dass er damit nicht wirklich viel Erfahrung hat…

Der neue Stil und die Bilder einer einfachen Mittelklasse-Familie kommen gut an. De Blasio, der aufsteigende Star des linken Demokraten-Flpgels, legt einen Traumstart hin.