Countdown zu den „Golden Globes“: Enorme Security, Verwirrung bei den Favoriten


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Die Arbeiten für die erste große Hollywood-Preisgala der heurigen „Award Saison“ laufen auf Hochtouren. Auf dem Red Carpet der 71. Golden Globes im Beverly Hilton Hotel werden die Tribunen gezimmert, Kabel verlegt für die TV-Live-Übertragungen an hunderte Millionen, Grünzeug zur Dekoration wird herangekarrt. Mir fährt dabei fast ein Hubstapler über die Füße. Der Sicherheitsaufwand ist gewohnt gigantisch: Da ich für die Zone nicht die korrekte Akkreditierung habe – 30 Stunden bevor die ersten echten Stars hier eintreffen… – werde ich von einem Ohrenstöppsel-Securiytmann vom Areal geleitet.

Verwirrung herrscht heuer bei den Prognosen für die Show, die als erstes Barometer für die Oscars am 3. März gilt. Nicht ganz natürlich, wenden hier in Hollywood Branchenkenner gleich ein. Die Kategorien sind bei den Globes anders und die Preise vergeben Mitglieder der Foreign Press. Und welchen Riecher die oft haben, zeigten die drei Nominierungen für den Stickers The Tourist mit Johnny Depp und Angelina Jolie vor ein paar Jahren…

Selten war die Konkurrenz aber so groß wie heuer – deshalb sind die Prognosen der Insider so breit gestreut. Beim besten Film dürfte es wohl auf ein Duell zwischen Sandra Bullocks All-Thriller Gravity und dem Sklavendrama 12 Years a Slave hinauslaufen. Außenseiterchancen werden weiter dem Formel-I-Drama Rush eingeräumt, zu dem Filmvorbild Niki Lauda eigens nach LA flog (er ist auch „Presenter“).

Nur als beste Darstellerin sind sich mit Cate Blanchet (Blue Jasmine) die Kritiker einig: Sie dürfte die Goldkugel kassieren. Bei dem Männern duellieren sich in der Film-Kategorie „Drama“ der „AIDS-kranke“ Matthew McConaughey, Schauspielersensation Chiwetel Ejiofor (12 Years a Slave) und der schiffbrüchige Robert Redford (All Is Lost). Hier habe ich in den verschiedenen Branchen-Bibeln wirklich jedes Szenario gelesen.

Leonardo DiCaprio wird als Favorit in der Film-Kategorie „Musical, Comedy“ als Bankster in Wolf of Wall Street geführt, Amy Adams dürfte in dieser Kategorie bei den Frauen triumphieren. Gerechnet wird, dass auch Hollywood-Darling Jennifer Lawrence mit einer Statue nach Haus geht.

Fazit aber: Upsets sind überall möglich, es wird spannender denn je. Den Zusehern kanns recht sein…

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