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Österreichs “Globes”-Star Niki Lauda nimmt den Countdown zur großen Preisverleihung heute Abend im Beverly Hilton Hotel (LA) gelassen. “Das sind ja auch nur alles Menschen”, will sich die Formel-Eins-Legende vom Star-Rummel in den letzten Stunden vor der Preisverleihung nicht nervös machen lassen.

Laudas Horrorcrash am Nürburgring und das Duell mit James Hunt im Jahr 1976 wurde in dem von Kritikern hochgelobten Thriller “Rush” verfilmt. Bei den 71. Golden Globes heute um 17 Uhr Ortszeit (2 Uhr MEZ, Montag) gibt es eine Nominierung in der Kategorie “Bester Film”, dazu kämpft Lauda-Darsteller Daniel Brühl um die Trophäe als bester Nebendarsteller.

Was Lauda am meisten freut, wie er mir entspannt beim Kaffee im idyllischen Luxus-Hotel Bel Air erzählt: “Dass der Film für so viel Lob und Aufsehen sorgt”. Das sei schon ein besonderes Gefühl. Auch wenn er sich anfangs dachte, dass er in dem Streifen von Starregisseur Ron Howard nicht ganz so gut wegkommt. Lauda gibt aber zu: “Es entspricht den Tatsachen”.

Jetzt heißt es jedenfalls: “Niki goes Hollywood”. Dabei erzählt Lauda, dass die LA-Reise eigentlich als Scherz begann. Er sagte zu Brühl und Drehbuchautor Peter Morgan: “Wenn wir bei den Globes nominiert werden, fliege ich euch nach LA”. Wie viel die beiden 12-Stundenflüge ihm mit dem Privatjet “Global 5000” (12-Sitzer) kostet, will er nicht sagen.
Aber Lauda “ ürchte“ sich fast bereits vor einer möglichen Oscar-Nominierung diese Woche: “Dann müssen wir nochmals los”. Seine Frau Birgit lasse ihm da kaum eine Wahl, lacht er: “Sei nicht verrückt”, hätte sie gesagt, “so eine Chancen hast du nur einmal im Leben…”.

Für Lauda ist der Hype um die Superstars eine fremde Welt, gibt er zu, obwohl er sich freut, ein paar seiner eigenen Filmidole zu treffen – vor allem Robert Redford und Tom Hanks. Vor den “Globes” nahm er den LA-Aufenthalt gelassen. Samstag aß er im Bel-Air-Hotel mit Drehbuchautor Morgan und den Frauen. Er kaufte Geschenke für die Zwillinge Max und Mia (4). Doch der Neun-Stunden-Jetlag sorgt für Schlafprobleme. “Die erste Nacht wachte ich schon um Mitternacht auf”, so Lauda.

Gestern gab es im Beverly-Hilton-Hotel im Festsaal, wo die Vorbereitungen lautstark auf Hochtouren laufen, noch eine Generalprobe: Denn Lauda tritt gemeinsam mit Hunt-Darsteller Chris Hemsworth (“Thor”) auf die Bühne und wird den Film Rush präsentieren. Gemeinsam mit den Australier ging er die Ansage durch. Lauda klang nach dem Testlauf erleichtert: “Das hat alles bestens geklappt”. Und es gibt dazu auch einen Teleprompter, er muss den Redetext deshalb nicht extra pauken.

Frage an den stets coolen Lauda: Hat er doch Lampenfieber? “Wir werden sehen”, grinst er: “Vielleicht kommt es doch noch…” Lauda hat seine codierte Plastik-Eintrittskarte, und Anweisungen, einen Lichtbildausweis mitzubringen, im Hotelzimmer bereit. Um 15 Uhr holt ihn das schwarze SUV vom Hotel ab.

Bereits recht aufgeregt ist Frau Birgit. Sie hatte sich in London ein goldenes Kleid von Designerin Jenny Packham gekauft. Lauda: “Sie hat es gerade angezogen – sie sah wirklich schön darin aus…”