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Es gab nach dem Erstklässler-Massker in Sandy-Hook (28 Tote) nationales Entsetzen, große Obama-Reden über strengere Waffengesetze, beherzte Medien-Analysen über eine Trendwende beim Waffenirrsinn in Amerika. Wie wenig sich in den 13 Monaten seither geändert hat, illustrieren Bluttaten in den letzten vier Tagen – eine ganze normale Woche des Waffenwahnsinns in den USA!

In der unheimlichen Serie gab Schussopfer in allen nur erdenkliche Orten.

Es begann am Montag in einem Kino in Tampa, als Ex-Cop Curtis Reeves einen Familienvater erschoss und dessen Frau verletzte, da er sich durchs Verschicken einer SMS gestört fühlte. Das Opfer hatte der Kita seiner dreijährigen Tochter getextet…

Dienstag, die „Berrendo Middle School“ in Roswell (New Mexico): Ein 12-Jähriger schießt mit einem mitgebrachten Gewehr einem Mitschüler (11) ins Gesicht, verletzt eine 13-Jährige.

Mittwochabend fallen Schüsse im „Martin´s”-Supermarkt in Elkhart (Indiana): Zwei Kassiererinnen (20, 44) werden von Amokläufer Shawn Walter Blair (22) erschossen, bevor ihn Polizisten töteten. Das Motiv: Völlig unklar.

Und Donnerstag erschoss eine Vierjährige ihren gleichaltrigen Cousin beim Spielen im Haus ihres Opas in Detroit (Michigan). Das Mädchen fand die geladene Waffe unter dem Bett.

Mit jedem weiteren Blutbad erhöhen sich die Waffenverkäufe in den USA, noch nie gingen so viele Pistolen, Revolver, Flinten und Sturmgewehre über die Ladentische wie nach Sandy Hook. Man darf gespannt sein, was Freitag noch alles passiert.