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Sie fielen mit Einkaufstaschen in der Hand aufs Hinterteil, rutschten mit dem Fahrrad aus, grätschten am Eis oder lagen plötzlich am Rücken im Matsch – für New Yorker wurde eine Kreuzung an der Fifth Avenue nach 30 Zentimetern Neuschnee durch Wintersturm Janus zum “Schlachtfeld”. Ein Getty-Fotograf fing die Sturzserie ein.

Schneereste auf der Fahrbahn und bittere Kälte bis minus 14 Grad, die sich im eisigen Nordwind anfühlte wie minus 23 Grad, machten einen Großteil der Metropole zur gefährlichen Rutschbahn. Vor allem: Bei derart tiefen Temperaturen verliert das Streusalz an Wirkung.

Bürgermeister Bill de Blasio rutschte ebenfalls aus: Er gab unterdessen zu, dass er die Schneeräumung vor allem an der „Upper East Side“ vermasselte. “Es hätte mehr getan werden können”, sagte der linke Bürgermeister zerknirscht, dem eine „Racheaktion“ gegen den Reichen-Bezirk unterstellt worden war. Laut Reports waren die Schneepflüge diesmal vor allem außerhalb Manhattans in Brooklyn, Queens und der Bronx unterwegs. In Manhattan verirrten sich die ersten Räumungsgeräte erst auf die Straßen, als bereits 15 Zentimeter lagen und Busse hängenblieben. „Ich lebe seit 35 Jahren hier und habe noch nie so ein Chaos gesehen“, echauffierte sich MSNBC-Kommentator Joe Scarborough.

De Blasio eilte Mittwoch in die Upper East Side, um mit Bewohnern den „Stand der Schneeräumung zu besprechen“, wie sein Twitter-Feed verlautete.

 
Kürz darauf fiel eine ganze Armada des „Sanitation Department“  in dem Bezirk ein.

Schaulistige versammelten sich auch vor der Apple-Flagship-Store an der Fifth Avenue. Dort zerbarst eine ganze Glas-Panele des ikonischen Kubus nach der Kollision mit Schneefräse. Die Reparaturkosten: 450.000 Dollar.

Dem Schneesturm folgt nun die nächste Welle extremer Kaltluft, die lebensbedrohend werden könnte, so Meteorologen: Im Mittleren Westen sind Wind-Chill-Temperaturen von minus 40 Grad angesagt.