Schock und Trauer nach dem Tod des legendären Schauspielers Philip Seymour-Hoffman: Die Leiche des 46-Jährigen war Sonntagvormittag im Haus des Drehbuchschreibers und Freundes David Bar Katz in der Dusche entdeckt worden. Die Polizei bestätige den Verdacht auf eine Heroin-Überdosis.

Der Oscar-Sieger (Capote, 2006) lag nur mit einem T-Shirt und einer Unterhose bekleidet am Boden, eine Nadel steckte noch in seinem linken Arm. Katz rief aus dem Luxus-Apartmentgebäude (35 Bethune St.) im New Yorker West Village den Notruf 911 im 11:30 Uhr, so die „NY Post”. Katz und eine Bekannte gingen in die Wohnung, um nachzusehen. Hoffman hatte einen Termin um 9 Uhr zum Abholen seiner drei Kinder von Freundin Mimi O´Donnell verpasst. Die Mutter hielt sich mit den Kids auf einem Spielplatz nur eineinhalb Blocks entfernt auf. Sie lud die Kinder später in ein Auto und fuhr zur Adresse, es kam zu dramatischen Szenen: “Ich will ihn sehen!”, brüllte sie Cops an, während die Kinder im Wagen warteten.

Polizisten fanden fünf leere Pergament-Umschläge in einem Mistkübel, zwei weitere unter dem Bett. Die Briefe waren beschriftet mit “Ace of Spades”, eine seit 2008 nicht mehr in New York gesehene Heroin-Sorte. In der Küche wurden angekohlte Löffel gefunden. Laut einem Report von „The Daily Beast“ wurden auch zwei volle Umschläge sichergestellt.

Es gab keinen Abschiedsbrief, Hoffmans Tod dürfte ein Unfall gewesen sein. Vor dem Haus hatten sich Sonntagnachmittag Menschentrauben an den Polizei-Absprrungen gebildet. “Es ist ein tragischer Verlust”, erzählt mir der New Yorker Aaron Kanney: “Er war einer der besten Schauspieler, er hätte noch so viele unvergessliche Rollen spielen können”. Eine Phalanx von Paparazzi watetet auf den Abtransport der Leiche, an einer Ecke wurden Blumen niedergelegt.