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Die Behauptung der wegen Mordes angeklagten Miranda Barbour (19), sie hätte als Mitglied eines Satanskultes dutzende Menschen ermordet, schockiert die USA. Doch während das FBI ermittelt wachsen Zweifel an der Story der vermeintlichen Serienkillerin: Hat sie die ganze Geschichte erfunden?

Fest steht: Barbour und ihr Gatte Elytte  sind angeklagt wegen des Mordes an Troy LaFerrara. Sie hatte den verheirateten Mann mit einem Sex-Angebot auf Craigslist in Sunbury (Pennsylvania) in die Falle gelockt, im Auto mit 20 Messerstichen getötet, während ihn ihr Mann niederhielt. In einem Zeitungsinterview tischte Barbour jedoch auf, dass sie mit 13 einem Satanskult in North Pole (Alaska) beitrat, ihr der Kultführer das Morden beibrachte und sie dann in fünf US-Staaten Dutzende Morde verübt hätte – besessen von ihrem teuflischen Alter Ego „Super Miranda“.

Bei 22 hätte sie aufgehört zu zählen, es wären weniger als 100 Opfer gewesen.

Die Daily Mail, die Reporter sogar in das entlegene Alaska-Nest entsandte, berichtet jetzt, dass Barbour dem FBI eine Liste der Opfer und die genauen Örtlichkeiten der Bluttaten übergeben hätte. Die Polizei überprüfe die Angaben gerade, Suchteams stünden bereit. Die meisten Verbrechen will sie in Alaska verübt haben. Der örtliche Polizeichef Chad Rathbun wollte gegenüber dem Britenblatt die Morde nicht ausschließen: Alaska sei so groß und dünn besiedelt, dass Menschen spurlos verschwinden könnten.

Doch viele Experten halten sie für eine Lügnerin, die süchtig nach Aufmerksamkeit sei, so Strafverteidigerin Heather Hansen in Pennsylvania gegenüber CBS. Barbour dürfte sich damit selbst noch ärger in Bedrängnis gebracht haben: Ihre Angaben seien „eine Katastrophe“ für den kommenden Mordprozess, so Experten. Und sollte sich ihr Serienmord-Story als Hirngespinst erweisen, droht ihr eine zusätzlich Anklage wegen Irreführung der Behörden.