Tech-Konsulentin Sarah Slohcum entspannte in einer Bar in San Francisco mit der High-Tech-Brille aufgesetzt, als sie von angetrunkenen Besuchern zuerst angepöbelt und dann attackiert wurde. Am Ende nahm ihr ein Mann das Gadget vom Gesicht und rannte aus der Bar. Sie konnte die Brille zurückerobern, doch Geldbörse, Smartphone und Handtasche wurden gestohlen.

Der Bar-„Mob“ war aufgebracht, da sie glaubten, Slohcum würde sie filmen. Das  Google-Glass-Mobbing-Opfer sagte jedoch jetzt, dass sie erst während der Attacke die Videokamera anstellte. Jetzt sollen die Aufnahmen, die sie auf YouTube veröffentlichte, der Polizei bei der Suche nach den Tätern helfen.

Der Vorfall verdeutlicht aber auch die Spannungen in San Francisco zwischen Einwohnern und der wachsenden „Tech Community“. Kritisiert wird, dass die Boombranche  Mieten und Kosten in die Höhe treibe.

Der Vorfall passt dazu in die Debatte, ob das Tragen der futuristischen Brillen, die alles aufzeichnen können, gesellschaftsfähig ist. Auch rechtlich wird Neuland betreten:  Ein Mann wurde zuletzt von Wächtern aus den Sitzreihen eines Kinos in Columbus (Ohio) gezerrt, da er die Google-Brille trug. Das Personal glaubte, er würde den Film  aufzeichnen. Eine Frau erhielt auf einem Kalifornien-Highway einen Strafzettel, da sie mit den Brillen hinter dem Lenkrad saß.