Das Jagen ist offenbar die Passion der White-Familie im US-Staat Washington: Drei Kinder im Alter zwischen neun und 13 erlegten in den letzten Wochen Raubkatzen und Wild – und posierten mit den toten Tieren zu Trophäen-Fotos.

Als Thomas White einen Puma außerhalb seiner Ranch  erspähte, der sich seinem Sohn Tanner (13) näherte, drückte er seiner Tochter Shelby (11) das Jagdgewehr in die Hand: Er selbst hatte – anders als seine Tochter – keine Jagdbewilligung. Die Situation schien ernst: Der Teeanger hatte die sich anschleichende Raubkatze nicht bemerkt. Das Mädchen, das seit dem Alter von acht Jahren auf die Jagd geht, zögerte keine Sekunde. Sie zielte auf die Raubkatze, drückte ab und tötete das vier Jahre alte, 22 Kilo schwere Tier. Förster gaben später an, dass der Puma krank und extrem abgemagert war.

Danach posierte Jägerin Shelby mit dem toten Puma, lächelte stolz und hielt den leblosen Kopf in ihren Händen. Es war nicht ihre erste Trophäe: Shelby erschoss früher bereits drei Rehe. Ihre Geschwister sind ebenfalls selbstbewusste Jäger, gehen rund um den Ort Twisp (940 Einwohner) auf die Pirsch: Laut dem Großvater der Kinder wären alleine in den letzten Wochen vier Puma auf ihrem Grundstück erschossen worden. Einen erlegte der jüngste Cody (9), der sich ebenfalls mit dem 56 Kilo schweren, stattlichen Exemplar fotografieren ließ. Auch sein Bruder erschoss bereits eine Raubkatze.

„Wir sind eine Familie vom Jägern“, sagte der Großvater zu „Daily Mail„: Er rechtfertigte die Jagd nach den Raubkatzen, da die Ranch-Tiere wie Kälber reißen würden.