Die Bilder hatten weltweit für Entsetzen gesorgt: Die Schwangere Ebony Wilkerson (32) bog in Daytona Beach plötzlich von der Straße ab und fuhr mit ihrem Van aufs Meer zu. Im Wagen: Ihre drei Kinder (3, 9, 10). Die kreischten hysterisch, als sich der Wagen der Brandung näherte. „Unsere Mutter will uns umbringen!“, riefen sie eingetroffenen Helfern zu, als der Van mit Wassre volllief.

Die Frau schaffte es selbst nach draußen, wollte sogar verhindern, dass ihre Kinder gerettet werden. Durch den heldenhaften Einsatz von Urlaubern, Anwohnern und Life-Guards konnten die Kinder unverletzt aus dem Wagen geborgen werden.

Freitag klagte der Sheriff des „Valusia County“, Ben Johnson, die Frau wegen dreifachen Mordversuches und Kindesmisshandlung an. Ins Treffen wurde vor allem geführt, dass sie die Rettung der Kinder vereiteln wollte und ihren Sohn abblockte, als er die Amokfahrt durch einen Griff ans Lenkrad verhindern wollte. „Sie hat vorsätzlich versucht, die Kinder zu töten“, so der Sheriff.

Sie hätte den Kindern gesagt, sie sollten die Augen schließen und schlafen gehen. „Ich bringe euch an einen bessern Ort“, sagte sie. Die Frau, die sich in psychiatrischer Behandlung befindet, gab an, dass sie sich vor ihrem Gatten fürchte, der ihr und ihren Kindern was antun wolle. Es gab auch Berichte über eine Vergewaltigung. Wilkerson sprach einen Tag vor der Verzweiflungstat von „Dämonen“, die sie quälten. Ihre Schwester hatte die Polizei verständigt. Beamte ließen sie  aber gehen, als sie versprach, in einem Frauenhaus Hilfe zu suchen.

Das Drama erinnert an noch tragischere Fälle: 2001 ertränkte Andrea Yates nach „Befehlen des Teufels“  ihre fünf Kinder in der Badewanne. 1994 schob Susan Smith einen Wagen mit ihren zwei Söhnen drinnen in einen See in South Carolina.