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Nach dem mysteriösen Verschwinden des „Malaysia Airlines“-Fluges MH370 am Samstag mit 239 Personen an Bord könnte frühere Warnungen der US-Luftfahrtbehörde FAA mehr Bedeutung zugemessen werden: Gewarnt wurde von einem möglicherweise strukturellen Schwachpunkt bei der Bauweise der Boeing 777.

Risse und Korrosionen in der Außenhülle des Jumbo-Rumpfes wurden bei Inspektionen entdeckt, die sich – schlimmstenfalls – zu einem Loch ausweiten könnten, berichtet der britische The Telegraph. Die Folgen wären freilich verheerend: Die Luft würde aus der Kabine gesaugt werden, eine Dekompression folgen.

Derartige Unfälle hatten bereits früher Piloten und Passagiere das Bewusstsein geraubt: 2005 starben wegen plötzlichem Druckverlust 121 Menschen an Bord einer Boeing 737 der griechischen Fluglinie „Helios Airlines“. Die Maschine flog jedoch – auf Autopilot – noch stundenlang weiter bis sie nach dem Auslaufen des Treibstoffes in den Bergen zerschellte.

„Sky News“ stellte diese mögliche Version beim mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 im Simulator nach: Der Pilot Zaharia Shah (53) könnte nach dem Druckverlust noch eine Kurskorrektur eingeleitet haben, bevor er und der Ko-Pilot des Bewusstsein verloren. Der Jet könnte dann stundenlang weitergeflogen sein.

Die FAA hatte wegen den festgestellten Rissen im Rumpf der „Triple Seven“ eine „Airworthiness Directice“ im November ausgeschickt. Ob der verunglückte Jumbo extra inspiziert wurde, ist noch unklar.