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Wieder überstürzen sich die Ereignisse bei der Suche nach der vor 15 Tagen verschollenen „Malaysian Airlines“-Boeing: Auf Aufnahmen eines chinesischen Satelliten wurde ein weiteres mögliches Wrackteil im südlichen Indischen Ozean entdeckt. US-Experten zeigten sich aber prompt skeptisch: Das neue Teil misst 22,5 mal 13 Meter, es wäre zu groß für ein treibendes Wrackteil. Bei bisher fast allen Crashs im Wasser waren die Wrackteile durch die Wucht des Aufpralles weit kleiner, wurde argumentiert. „Dort treibt einiges herum“, sagte Ex-FBI-Mann Tom Fuentes auf CNN.

Der Fundort liegt aber  mit 120 Kilometer Entfernung nahe jener Stelle, wo vorher zwei mysteriöse Objekte auf Fotos eines US-Satelliten ausgemacht wurden. Die Sichtungen häufen sich dort also. Australien koordiniert eine Großsuche mit 29 Flugzeugen und 21 Schiffen. Sollte der Jet tatsächlich dort abgestürzt sein, wäre die Flugzeit fast identisch mit jener nach Peking. Die Theorie: MH370 kam vom Kurs ab, Crew und Passagiere wurden – vielleicht durch ein Feuer – ohnmächtig und der Autopilot flog weiter bis das Kerosin ausging.

Das Suchgebiet liegt an einem der entlegensten Orte des Planeten, 2500 Kilometer südwestlich von Perth. Jetzt zieht dort auch noch Zyklon Gillian durch. Der Pilot eines australischen Orion-Suchflugzeuges berichtete nach einer weiteren erfolglosen Mission über Nebelbänke.

Beim mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 wurde nun das 54 Minuten lange Funkprotokoll zwischen dem Tower und Co-Piloten Fariq Abdul Hamid (27) bekannt. Die Gespräche, publiziert im britischen Telegraph, zeigen nichts außergewöhnliches, „reine Routine“, so Experten. Für die Ermittler ist es eine neue Sackgasse. Wird das Rätsel um Flug MH370 jemals gelöst?