Umweltkatastrophe nahe Houston (Texas): Nach der Kollision zweier Kähne im „Houston Ship Channel“ nahe der Insel Galveston flossen 662.000 Liter an dickflüssigem, fast Teer-ähnlichem Rohöl in die Galveston Bay. Der Unfall wird zur Tiertragödie: Gerade brüten in dem Naturparadies hunderttausende Zugvögel, die ersten völlig ölverklebten Tiere wurden bereits angespült. „Das Timing könnte schlimmer kaum sein“, sagte Tierschützer Richard Gibbons: „Wir sind praktisch am Höhepunkt der Migration“.

Tierretter bargen zehn noch lebende Vögel zur Reinigung des Federkleides. Ein eigener Trailer zum Waschen der Tiere wurde näher zur Unglücksstelle gebracht.

Crews mit 400 Arbeitern versuchen mit Plastikschläuchen (“Booms”) den Ölteppich einzudämmen. Barrieren mit einer Gesamtlänge von 18 Kilometern wurden verlegt. Das schimmernde Öl gelangte dennoch bereits 20 Kilometer weit in den Golf von Mexiko.

Der Unfall führte dazu zu einem gewaltigen Stau an einem der meistbefahrendsten Wasserwege der USA in den Hafen von Houston. 81 Schiffe, darunter drei Ferienkreuzer, sitzen derzeit laut US-Küstenwache fest.