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Der dieswöchige Nor´easter-Küstensturm streifte die US-Küste diesmal nur und führte zu Blizzard-Bednungen in Cape Cod und Teilen Mains, während die Metropolen New York und Boston verschont blieben. Die volle Wucht bekam diesmal die Atlantikküste Kanadas zu spüren. Ganz konkret zwei Meteorologen, die während eines Live-Aufsagers zuerst tapfer den Elementen trotzten – doch dann von einer Windböe von über 180 km/h einfach umgeweht wurden.

Es waren Bilder, wie man sie sonst nur bei Hurrikans sieht. Die TV-Reporter Mark Robinson und Chris Scott klammerten sich aneinander, als sie der Sturm kurzfristig aus dem Blickwinkel der Kamera schob. Als die Eiskristalle gegen ihr Gesicht prasselten, sagte einer: „Das ist wie wenn man in einem Sandstrahlgebläse steht“. Das Video wurde prompt zu Hit auf YouTube.

Der Küstensturm suchte Neuschottland mit einer Wucht vergleichbar mit Monsterblizzard „White Juan“ in 2004 heim, der 88,5 Zentimeter Neuschnee in Halifax ablud. Windböen von 200 km/h wurden damals gemessen.

Nach dem Endloswinter in Nordamerika soll es wenigstens entlang der Ostküste der letzte Schneesturm gewesen sein, wollten Meteorologen Hoffnung machen auf den überfälligen Frühlingsbeginn. Der US-Winter 2014 war einer der kältesten seit 20 Jäheren, so Accuweather-Meteorologe Dave Dombeck: In New York fielen insgesamt 120 Zentimeter Schnee, 239 % mehr als normal. Eine Serie an „Polar Vortex„-Kältewellen führte zu gefühlten Temperaturen im Mittleren Wesen von minus 59 Grad.