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Erstmals soll bei der bisher ergebnislosen Fahndung nach Todesflug MH370 auch unter Wasser nach dem verschollenen Jet gesucht werden. Montag lief im Hafen von Freemantle (Australien) das australische Schiff „Ocean Shield“ aus und nahm Kurs auf die Suchzone 1800 Kilometer vor Australiens Westküste im Indischen Ozean.

An Bord waren zwei High-Tech-Geräte der US-Marine: Ein „Towed Pinger Locator“ (TPL-25) und eine Unterwasserdrone, die am Meeresboden nach Wrackteilen suchen soll. Am größten ist die Hoffnung aber, dass der TPL-25, getauft „Blackbox-Detector“, Signale der beiden Blackboxen (Flugdatenschreiber und Stimmenrecorder) auffangen könnte. Das Gerät horcht bis in Tiefen von 6700 Metern.

Doch die Uhr tickt: Die Batterien in den Blackboxen haben bloß eine Lebenszeit von 30 bis 45 Tagen, nächsten Montag frühestens verstummen die Geräte. Das Schiff braucht dazu fast eine Woche, um das Suchgebiet zu erreichen, hieß es. Dabei ist weiter völlig unklar, wo die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord  am 8. März überhaupt abstürzte. Trotz fast zweiwöchiger Suche in zwei Zonen im Indischen Ozean mit bis zu elf Flugzeugen und fünf Schiffen wurde bisher nur treibender Müll entdeckt.